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Lifestyle
25.05.2021

Alternative zum Openair findet nicht statt

Der Kanton streicht Beiträge, die für die Alternativplanung essenziell gewesen wären. Bild: zVg
Die Veranstalter vom Openair St.Gallen prüfen seit Monaten, ob es ein Festival in reduzierter Form geben könnte. Nun mussten sie die Planung abbrechen. Schuld daran ist aber nicht nur die Pandemie.

Im März wurde bereits das zweite Openair St.Gallen aufgrund der Corona-Situation abgesagt. Es sei schlicht nicht möglich ein Festival mit über 60 internationale und nationalen Acts, 30'000 Besuchern, vier Tagen Camping und ausgelassenem Feiern zu organisieren.

Ein kleines Trostpflaster gab es aber trotzdem: Die Veranstalter wollten ein kleines Festivalkonzept für das OpenAir-Wochenende prüfen, um dem Publikum auch in diesen schwierigen Zeiten musikalische Liveerlebnisse zu bieten.

Keinen Anspruch auf Beiträge

Nun teilen die Veranstalter aber via Instagram mit, dass auch dies nicht stattfinden kann: «Aufgrund der weiterhin unsicheren Situation mussten wir unsere Ideen mehrmals über den Haufen werfen, das Konzept immer wieder anpassen und neu planen. Wir haben auch die Stadt und den Kanton einbezogen und führten einen sehr guten Dialog mit den Behörden über die letzten Monate. Am 20. April hat der Kantonsrat die Richtlinien für Transformationsprojekte verändert - nur noch nicht kommerzielle Veranstalter sind anspruchsberechtigt und werden mit Beiträgen unterstützt.»

Diese Unterstützung wäre allerdings eine Voraussetzung gewesen. Jetzt müssen die Veranstalter die Planung abbrechen: Denn auch die Vorlaufzeit ist inzwischen zu knapp, da die Kriterien für Grossveranstaltungen anfangs Juli noch unklar sind.

Dem Openair St.Gallen findet also ohne Alternative erst wieder im Jahr 2022 statt. Programm und weitere Informationen sollen im Herbst folgen.

Matilda Good