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Zuzwil SG
26.05.2021

Zuzwil: Zustimmung zum Agglomerationsprogramm

Bild: Wil24
Nachdem die Regio Wil den Gemeinden die Gelegenheit gab, sich zum vierten Agglomerationsprogramm Wil (AP4) zu äussern, sind die eingegangenen Stellungnahmen zweckmässig in das Agglomerationsprogramm eingebaut und gutgeheissen worden. Der Lenkungsausschuss der Agglomeration Wil hat den Haupt- und Massnahmenbericht AP4 zur Beschlussfassung durch Kantone und Gemeinden freigegeben. Bis im Herbst soll das Programm der vierten Generation beim Bund eingereicht werden

Die Agglomerationspolitik des Bundes will unter anderem die Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden unterstützen und die grenzüberschreitende Kooperation in den Agglomerationen fördern. Das AP ist ein Zukunftsbild der Region in den Bereichen Siedlung und Verkehr. Es beinhaltet Strategien sowie Massnahmen in den Bereichen Landschaft, Siedlung und Verkehr. Im Vier-Jahres Rhythmus wird das Programm überprüft und weiterentwickelt. Dabei sind die Förderung der Siedlungspolitik(Verdichtung) nach innen sowie eine darauf abgestimmte Weiterentwicklung des Verkehrssystems die Hauptziele.

Was bisher geschah

Mitte 2014 schlossen die Kantone St.Gallen und Thurgau sowie die Regio Wil eine Kooperationsvereinbarung ab. Die Kooperation ist Trägerin des AP Wil. Sie steuert die Umsetzung der aktuellen Generationen des AP und ist für die stete Weiterentwicklung verantwortlich. Im AP der zweiten Generation wurde mit restriktiven Massnahmen zur Siedlungsentwicklung nach innen und einer gut darauf abgestimmten Verkehrskonzeption der Grundstein für eine erfolgreiche regionale Planung gelegt. Der Bund beteiligt sich zu rund 40 Prozent− mit fast 24 Millionen Franken − am Projekt. Auch die dritte Generation des AP, welches im September 2019 genehmigt wurde, unterstützte der Bund mit rund 37 Millionen Franken. Das entspricht einem Mitfinanzierungsanteil von 35 Prozent. Die Verkehrserschliessung des Entwicklungsschwerpunkts Wil West, die Massnahmen in der Stadt Wil sowie die Vorhaben im Fuss- und Veloverkehr zählten zu den grössten mitfinanzierten Einzelprojekten.

Projekte auf Kurs

Die Projekte aus der zweiten und dritten Generation des AP sind grossmehrheitlich auf Kurs. Erfreulicherweise ist ein positiver Umsetzungswille deutlich spürbar. Bis Ende 2020 wurde ein Viertel der Infrastrukturmassnahmen umgesetzt. Die Siedlungsmassnahmen wurden weitgehend in die kantonalen Richtpläne überführt. Das AP4 führt die längerfristig ausgelegten Strategien aus den früheren Programmen fort und entwickelt ergänzende Massnahmen als Daueraufgaben weiter. Der Gesamtumfang der Massnahmen im vierten Programm ist deutlich kleiner im Vergleich zu früheren Generationen. Dies ist vor allem auf die strengeren Vorgaben des Bundes zurückzuführen.

Nächste Schritte

Bis im kommenden Herbst wird das Programm der vierten Generation beim Bund eingereicht. Darin enthalten sind ein Hauptbericht, ein Massnahmenband sowie ein Anhang. Danach führt der Bund eine ausführliche Prüfung durch, die voraussichtlich bis Ende 2022 dauert. Das parlamentarische Verfahren und die Leistungsvereinbarungen folgen bis Ende 2023 und ab dem darauffolgenden Jahr können die ersten mitfinanzierten Massnahmen realisiert werden.

Gemeinde Zuzwil