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Leserbrief
Kanton SG
02.06.2021

"Neues CO2-Gesetz und steigende Rohstoffpreise"

Patrik T. Lerch nimmt in einem Leserbrief Stellung zum CO2-Gesetz, über welches das Schweizer Stimmvolk am 13. Juni 2021 abstimmen wird.

Die Corona-Krise ist noch nicht überstanden, da kommen bereits weitere negative Schlagzeilen in den Medien. Im Frühjahr sind die Rohstoffpreise massiv gestiegen. Die Gründe liegen bei fehlenden Lieferketten und eingeschränkter Verfügbarkeit der Rohstoffe.

Und jetzt sollen weitere Verteuerungen auf Rohstoffe stattfinden, indem auf fossile Treibstoffe die CO2-Abgabe weiter erhöht werden soll.

Die Befürworter des neuen CO2-Gesetzes sprechen von kleinen Preisaufschlägen, die der Konsument kaum bemerken wird. Das stimmt so nicht.

Der Warentransport in der Schweiz wird nicht nur mit dem Zugverkehr, sondern auch zu einem grossen Teil per LKW von A nach B geliefert. Die umhergeführten Produkte werden sicher nicht günstiger werden, da die Transportunternehmen den Treibstoff für Ihre LKW‘s nach der Einführung des neuen CO-Gesetz ebenfalls zu erhöhten Kosten einkaufen müssen.  

Weiter ist zu bemerken, dass die Heizkosten bei den Gebäuden steigen werden. Die Mieter werden sich darauf einstellen müssen, dass die Nebenkosten auch steigen werden.

Die regelmässigen Auswertungen des Bundesamts für Umwelt (BAFU) zeigen deutlich auf, dass der Gebäudebereich mit dem CO2-Ausstoss aus Brennstoffen auf Zielkurs liegen.

Der maximale Satz der CO2-Abgabe auf Brennstoffen soll von heute 120 auf bis zu 210 Franken pro Tonne CO2 steigen, wenn die Emissionen aus Brennstoffen nicht genügend zurückgehen.

Wenn wir weiter unsere Wirtschaft und den Werkplatz Schweiz verteuern, steigen auch die Preise für unsere Produkte, die wir gerne exportieren wollen. Länder die sich nicht an der CO2-Vereinbarung gebunden fühlen, können darum günstiger produzieren. Sie müssen weniger Investitionen tätigen, um die Vorgaben des Umweltschutzes zu erfüllen.

Wenn wir etwas bewegen wollen müssen alle, so auch die grossen Player auf der Welt am gleichen Strang ziehen.

Die Zeche wird durch die ganze Verteuerung des Energie- und CO2-Gesetzes leider der arbeitende Bürger, der Konsument, die Mieter, die KMU-Betriebe und die Liegen-schaftsbesitzer bezahlen müssen.

Patrik T. Lerch, SVP-Stadtparlamentarier, Wil