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09.06.2021

Medikamentenabhängigkeit

Vorsicht vor Mischrausch. Bild: beobachter.ch/s
Schlaf-, Beruhigungs- und Schmerzmittel sind hochwirksame Medikamente, die bei kurzfristiger Einnahme Leiden lindern können. Längerfristig können sie abhängig machen – ein Risiko, das vielen nicht bewusst ist.

Schlaf- und Beruhigungsmittel (Benzodiazepine und Z-Medikamente)

Zu den Medikamenten mit Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial zählen an erster Stelle Schlaf- und Beruhigungsmittel, die bei längerer Einnahme zu einer Abhängigkeit führen können – auch in geringer Dosis. Schon nach zwei Wochen beginnt der Körper, sich an das Medikament zu gewöhnen. Bereits nach drei- bis vierwöchiger Einnahme von Benzodiazepinen kann sich eine Abhängigkeit einstellen.

Benzodiazepine und Z-Medikamente

Beruhigungs- und Schlafmittel der Klasse Benzodiazepine und Z-Medikamente können abhängig machen. Im Folgenden finden Sie keine vollständige Aufzählung aller in der Schweiz erhältlichen Produkte, sondern eine Auswahl von häufig verschriebenen Mitteln. (Die gleichen Medikamente werden in verschiedenen Ländern unter anderen Markennamen verkauft.)

Beruhigungsmittel (Klasse Benzodiazepine):

Anxiolit, Demetrin, Lexotanil, Lorasifar, Paceum, Seresta, Stesolid, Temesta, Tranxilium, Urbanyl, Valium und Xanax.

Schlafmittel (Klasse Benzodiazepine):

Dalmadorm, Dormicum, Halcion, Loramet, Mogadon, Noctamid, Normison, Rohypnol und Somnium.

Z-Medikamente:

Stilnox und Zolpidem.

Schmerzmittel (Analgetika)

Auch die regelmäßige Einnahme eines Schmerzmittels kann in eine Abhängigkeit führen. Am gefährlichsten sind starke Schmerzmittel, die nur mit speziellem Betäubungsmittelrezept abgegeben werden dürfen (Opiate, Opioide).

Opiate

sind psychoaktive Substanzen, die aus dem Milchsaft des Schlafmohns gewonnen werden. Der Milchsaft, das Rohopium, enthält hauptsächlich Morphin und Codein.

Opioide

sind synthetisch hergestellte Substanzen, die eine morphinähnliche Wirkung haben. Das bekannteste halbsynthetische Opioid ist Heroin, das durch einen chemischen Prozess aus Morphin hergestellt wird. Weitere vollsynthetische Opioide sind beispielsweise Fentanyl oder Methadon.

Vorsicht vor Mischkonsum

Wenn gleichzeitig Medikamente, Alkohol und unter Umständen noch andere Drogen oder Medikamente konsumiert werden, können sich diese Substanzen gegenseitig verstärken. Dies kann schnell zu einer Überdosis führen. Die Wechselwirkungen sind unberechenbar.

Medikamentenmissbrauch Originalversion

Kontakt

Die Suchtberatung Region Wil, 071 913 52 72 ist gerne für Sie da. Sie können sich während den Bürozeiten bei uns melden. Auf unserer Homepage finden Sie weiterführende Informationen sowie unsere Mailadressen.

Suchtberatung Region Wil

www.sbrw.ch (bitte Kontaktformular verwenden).

Quellen: DHS Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V., Suchtprävention Kanton Zürich, drugcom.de, infodrog (Schweizerische Koordinations- und Fachstelle Sucht, Arud).

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