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Lifestyle
12.07.2021
12.07.2021 16:51 Uhr

Ferien mit den Kindern – perfekte Vorbereitung für die Reise

Entspannte Kinder sind das grösste Geschenk im Urlaub. Doch was brauchen Kinder eigentlich zum Entspannen? Relaxte Eltern sowie Freiraum und Natur. Bild: pixabay.com © ddimitrova
„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.“ Dieses Zitat von Matthias Claudius dürfte vielen bekannt sein. Eltern würden diesen Spruch vielleicht sogar noch erweitern oder umformulieren zu einem: „Wenn jemand eine Reise mit Kindern tut, so muss er vor allem im Vorfeld viel organisieren.“ Damit diese Organisation in einem entspannten Urlaub mündet, helfen die folgenden Tipps.

Tipp 1: So sieht ein kinderfreundliches Urlaubsdomizil aus

Kinder brauchen Raum und die Chance, Kind sein zu dürfen. Das bedeutet, dass sichere Aussenspielanlagen ein kinderfreundliches Urlaubsdomizil ausmachen. Das könnten beispielsweise Spielplätze für verschiedene Altersgruppen sein oder auch ein Baby- und Kinderpool. Spielutensilien, wie etwa Dreiräder, Laufräder oder dergleichen, die vor Ort zu Verfügung stehen, sind ein grosses Plus, denn das reduziert die Gepäckberge im Auto deutlich.
Bezüglich der Unterkunft- und Verpflegungsvariante muss die Familie im Vorfeld entscheiden, ob ihnen ein Höchstmass an Service wichtig ist oder stattdessen Flexibilität und Individualität. Wer im Urlaub die Füsse hochlegen und keinen Gedanken an die Zubereitung der regelmässigen Mahlzeiten des Nachwuchses verschwenden will, sollte auf eine Unterkunft mit Vollpension oder gar All-inclusive setzen. Während Vollpension vergleichsweise starre Essenzeiten vorgibt, ist All-inclusive mit mehreren Kindern in unterschiedlichen Altersklassen und mit verschiedenen Ess- und Schlafrhythmen vielleicht die bessere Wahl. Wer sich nicht daran stört, sich täglich selbst verpflegen zu müssen, sollte sich bei Ferienwohnungen und Ferienhäusern umsehen. Diese können privat gebucht werden oder in einem Camp-Areal. Mehr geboten ist häufig in Ferienparks.

Bild: pixabay.com © Public Domains Picture

Tipp 2: Für die Sicherheit des Nachwuchses sorgen

In der Schweiz und in den meisten anderen Ländern gilt die Regel, dass Kinder unter 12 Jahren in einem speziellen Autositz fahren müssen, so lange sie kleiner als eineinhalb Meter sind. Grössere und ältere Kinder sind mit dem Sicherheitsgurt zu sichern. Doch was bedeutet das für Eltern in der Vorbereitungsphase? Das kommt auf die Urlaubsplanung an!

Wurde ein Urlaub mit Eigenanreise gebucht, muss der eigene Kindersitz auf den Prüfstand. Passt das Kind mit Blick auf Grösse und Gewicht noch in den Kindersitz, ist keine Neuanschaffung nötig. Für alle anderen Fälle, empfiehlt sich eine Bestellung im Online-Fachhandel. So lassen sich die wichtigen Kennwerte schnell und einfach vergleichen und der Kindersitz wird anschliessend bequem nach Hause geliefert. Wer hingegen mit dem Flugzeug verreist, der muss sich immer dann vor Ort um einen Kindersitz bemühen, wenn ein Leihauto angemietet werden soll. Tipp: Idealerweise wird der Leihwagen von zuhause aus reserviert und der Kindersitz als Extra direkt mit gebucht. Das entspannt den Urlaub direkt bei der Übernahme des Fahrzeugs, wenn nicht erst ein Kindersitz organisiert werden muss.

Kinder helfen gern bei den Urlaubsvorbereitungen. Je nach Alter könnten sie ein paar Urlaubsutensilien schon selbst in den Koffer packen. Bild: pixabay.com © Bob_Dmyt

Tipp 3: Kinder altersgerecht in die Vorbereitungen mit einbeziehen

Es gibt zwei grundlegend verschiedene Ansätze, um alles für die Urlaubsreise vorzubereiten – nämlich mit oder ohne Kind. Idealerweise werden Kinder altersentsprechend in die Urlaubsvorbereitungen eingebunden. Das heisst: Ein Kindergartenkind darf den Spielekoffer selbst bestücken. Ein Grundschüler könnte seine Spiele zusammenpacken und eine extra Aufgabe erhalten, wie beispielsweise das Velo-Equipment für die Familie zusammenrichten – also Helm, Schloss, etc. Auch ist es denkbar, dass ein Grundschüler bereits die Kleidung vorsortieren kann und beispielsweise auf dem Bett bereitlegt, was er einpacken würde. Teenies meistern das Einpacken ihrer Kleidung und ihrer persönlichen Gegenstände am besten ganz allein.

Tipp: Damit anschliessend auch jedes Gepäckstück ins Auto passt, könnten Eltern beispielsweise die Gepäckstücke vorab im Auto ausloten und dann zuteilen. Der wichtigste Ratschlag, um das Auto sicher zu beladen, ist schweres Gepäck am Boden des Kofferraums zu platzieren und leichtere Gepäckstücke darüber.

Wer zuhause in einer ruhigen Minute ein paar Ferienaktivitäten vorbucht, der entspannt die Urlaubszeit deutlich. Bild: pixabay.com © VinzentWeinbeer

Tipp 4: Eine gezielte Planung entspannt die Urlaubszeit in der Ferne

Alles, was im Vorfeld zu organisieren ist, sollte auch bereits von zuhause aus organisiert werden – das sorgt für mehr Urlaubszeit in der Ferne. Doch was kann bereits im Vorfeld arrangiert werden?
Wer in Zeiten von Corona mit Kindern verreist, sollte sich beispielsweise nach einem in der Nähe des Urlaubsortes gelegenen Corona-Testzentrum informieren. In vielen Urlaubsregionen ist bei niedriger Inzidenz nur ein Negativtest zur Anreise nötig. Liegt die Inzidenz jedoch höher, ist ein regelmässiger Negativ-Nachweis (alle 48 oder 72 Stunden) vorgeschrieben. Da die wenigsten Kinder gegen Corona geimpft sind, ist es hilfreich, etwaige Test-Termine vorzubuchen. Das spart Zeit.
Doch nicht nur Testtermine sollten im Vorfeld gebucht werden. Auch Eintrittstickets zu viel frequentieren Touristenhighlights sollten im Vorfeld online reserviert werden. Das sorgt für einen sicheren Besuch, beispielsweise im Freizeitpark, im Zoo oder in einer anderen familienfreundlichen Attraktion – und reduziert das Risiko enttäuschter Kinder, die sich so auf den Besuch gefreut haben und nun kein Eintrittsticket mehr bekommen.

wil24.ch / jg