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Polizeinews
03.08.2021

Falsche Polizistinnen und Polizisten treiben Unwesen

Bei einen 30-jährigen Slowaken klickten neulich die Handschellen, weil er als angeblicher Polizist an das Vermögen eines Seniors kommen wollte (Symboldbild). Bild: Kapo SG
In der Zeit seit Anfang Juni 2021 hat die Kantonspolizei St.Gallen festgestellt, dass sich Betrugsversuche mit der Masche «Falscher Polizist» häufen. Personen geben sich am Telefon als angebliche Polizisten aus und versuchen so, an das Vermögen der Angerufenen zu gelangen.

Im Juli war in Wattwil eine 58-jährige Rentnerin Opfer eines solchen Betruges geworden. Ein unbekannter Täter gab vor, ein Polizist der Kantonspolizei St.Gallen zu sein und gaukelte der Frau glaubhaft vor, dass es angeblich Einbrecher auf ihr Geld und Schmuck abgesehen hätte. Er forderte die Geschädigte auf, eine hohe Summe Bargeld bei der Bank abzuheben und diese zusammen mit ihrem Schmuck sicherheitshalber bei ihm zu deponieren. Die 58-Jährige folgte diesem Aufruf und übergab an ihrem Wohnort anschliessend einer unbekannten Täterin Bargeld in der Höhe von mehreren 10'000 Franken sowie diverse Schmuckstücke in unbekanntem Wert.

Das gleiche Schicksal erlitt Mitte Juli auch eine 82-jährige Frau in der Stadt St.Gallen, die einer unbekannten Täterschaft ebenfalls Bargeld und Schmuck im Wert von mehreren 10'000 Franken aushändigte.

Am Montagabend, 2. August 2021, vor 19 Uhr, ist es in Waldkirch zu einem ähnlichen Betrugsversuch gekommen. Dabei wurde ein 86-jähriger Rentner von einem unbekannten Täter angerufen, der sich als Polizist ausgab. Er forderte den 86-Jährigen auf, sein Bargeld, Schmuck und weitere Gegenstände an die Polizei auszuhändigen. Der vermeintliche Polizist liess verlauten, dass noch am selben Abend jemand die Wertsachen abholen komme.

Der Rentner meldete den Betrugsversuch umgehend der Kantonspolizei St.Gallen. In der Folge konnte kurz vor 20:45 Uhr eine Person festgenommen werden, die zur Liegenschaft des Rentners gekommen war, um die Wertgegenstände entgegen zu nehmen. 

Beim Festgenommenen handelt es sich um einen 30-jährigen, im Kanton Basel-Stadt wohnhaften Slowaken. Die Kantonspolizei St.Gallen tätigt unter der Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen weitere Ermittlungen.

Die Kantonspolizei St.Gallen warnt vor solchen Anrufen und rät folgendes:

- Seien Sie skeptisch, wenn sich eine hochdeutsch sprechende Person als lokaler Polizist ausgibt

- Die Polizei verlangt von Ihnen niemals Geld, Schmuck oder andere Gegenstände zur Aufbewahrung

- Melden Sie einen verdächtigen Anruf über die Rufnummer 117

- Machen Sie einem fremden Anrufer gegenüber keine Angaben über Ihre persönlichen oder finanziellen Verhältnisse

- Übergeben Sie unbekannten Personen niemals Bargeld und Wertsachen

- Warnen Sie Bekannte und Verwandte

Weitere Informationen finden Sie unter: Telefonbetrug: Wenn falsche Polizisten Geld abholen

Kapo SG