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Kultur
31.08.2021

Jeder Stein zählt für den Hof zu Wil

Bild: Stiftung Hof zu Wil
Mit Aufschaltung der Website hofbezirk.ch und einer Informations-Ausstellung in der Hofgasse lanciert die Stiftung Hof zu Wil eine attraktive Partizipationsund Spendenmöglichkeit: Durch den Kauf von personalisierbaren HofPflastersteinen wird die dritte und finale Bauetappe des Hof zu Wil direkt unterstützt.

Der Kanton St.Gallen, die Eidgenossenschaft und erste private Spender haben
gemeinsam bereits rund 7 Millionen Franken für das Generationenprojekt Hof zu Wil,
mit einem Gesamtvolumen von rund 25,5 Millionen Franken, gesprochen. Im
September befindet das Stadtparlament über den Beitrag von 9,65 Millionen Franken
durch die Stadt Wil, bevor die Wilerinnen und Wiler darüber abstimmen. Der
verbleibende Betrag sowie noch nicht getilgte Schulden aus den ersten beiden
Bauetappen sollen in Form eines Darlehens der Stadt Wil durch die Stiftung Hof zu
Wil selbst getragen und mit einem jährlichen Beitrag über 300'000 Franken
zurückbezahlt werden.

Innovative Spende

Die stabile Finanzierung des Generationenprojekts Hof zu Wil ist dem Stiftungsrat ein
grosses Anliegen. Er setzt dazu auch auf das Engagement der interessierten
Bevölkerung und Gewerbetreibenden durch den Kauf von Hof-Pflastersteinen. Diese
können per sofort ihren Hof-Pflasterstein – mit oder ohne Gravur – bestellen. Im
Rahmen der finalen Bauetappe wird der Hof-Pflasterstein auf einem der drei
historischen Plätze gesetzt: Auf der Hofterrasse, vor der Dienerschaftskapelle oder
der Hofhaldenterrasse. «Der Hof ist bereits heute Teil des Lebens von vielen
Wilerinnen und Wilern», führt Stiftungsratspräsident Hans Mäder dazu aus. «Mit dieser Aktion können sie Teil der zukünftigen Geschichte des Hof zu Wil werden. Sie setzen ein Zeichen für die Erneuerung, den Erhalt und den Betrieb des einstigen Verwaltungs- und Finanzzentrums der Fürstabtei St.Gallen.»

800 Hof-Pflastersteine für 800 Jahre

Ganz im Zeichen des benediktinischen Erbes sollen sich möglichst viele Menschen mit einem privaten oder geschäftlichen Bezug zum Hof durch ihren Pflasterstein verewigen können. Der Hof ist das älteste noch genutzte Gebäude der ehemaligen
Fürstabtei mit einer über 800 jährigen Geschichte. Aus diesem Anlass können 800 Hof-Pflastersteine zum Preis von 250 Franken (ungraviert) respektive 1'000 Franken (graviert) käuflich erworben werden.

Ein Stein für die Ewigkeit

Jeder Hof-Pflasterstein zählt für die erfolgreiche Vollendung der dritten und finalen Bauetappe. Mit dem Erwerb eines Hof-Pflastersteins unterstützen die Käuferinnen und Käufer das umfassende Generationenprojekt und verewigen sich selbst mit
einem Stein für die Ewigkeit.

Bestellungen

Die Bestellung der Hof-Pflastersteine ist unter www.hofbezirk.ch möglich. Ausgedruckte Bestellformulare liegen im Restaurant Hof zu Wil auf. Vor Ort – in der Hofgasse - informiert zudem eine sehenswerte Ausstellung über die Geschichte des Hof und die dritte Bauetappe. Darin wird erstmals auch historisches Filmmaterial von der ersten und zweiten Bauetappe zu sehen sein.

www.hofzuwil.ch 

Der Hof zu Wil ist das älteste noch genutzte Gebäude der ehemaligen Fürstabtei St.Gallen. Es steht seit 1978 unter Bundesschutz. Historisch gesehen war der Hof mit dem dazugehörenden Hofbezirk während mehreren Jahrhunderten das eigentliche Verwaltungs- und Finanzzentrum der Fürstabtei St.Gallen, des damals grössten Klosterstaates auf heutigem Schweizer Boden. Die 1988 gegründete Stiftung Hof zu Wil kümmert sich um den Erhalt und etappenweisen Ausbau des Gebäudekomplexes. In den ersten beiden Bauetappen von 1994 bis 1998 und 2008 bis 2010 wurden bereits umfassende bauliche Anpassungen realisiert. Mit der anstehenden dritten und finalen Etappe sollen auch die noch ungenutzten Bereiche mit einem Volumen von rund 17'500 m3 saniert und einer konstanten Nutzung zugeführt werden. Dazu wurde ein Nutzungskonzept erstellt, das den Hofbezirk wirtschaftlich und touristisch aufwerten soll. Im ehemaligen Verwaltungssitz der Fürstäbte der Fürstabtei St.Gallen soll gutes Leben reflektiert und erlebt werden können, mit einer musealen Inszenierung auf dem Niveau des Landesmuseums, mit einem erweiterten Gastronomieangebot, mit Co-Working-Arbeitsplätzen für Start-Ups und Einzel-Unternehmende, mit Veranstaltungen und Aktivitäten, die Erwachsene, Familien und Schulen aus der ganzen Schweiz anziehen sollen. Nebst der Renovation wurden dazu weitere strategische Zielsetzungen formuliert. Dazu gehört, dass die Wiler Altstadt zum "Gruyère" der Ostschweiz wird, dass eine Anbindung an den Stiftsbezirk St.Gallen umgesetzt wird oder auch, dass der Hofbezirk selber bis ins Jahr 2030 unter den Schutz der UNESCO gestellt und damit die UNESCO Urkunde der "Abtei St.Gallen" mit dem ehemaligen Verwaltungs- und Residenzsitz der Fürstäbte in Wil präzisiert wird. 

Stiftung Hof zu Wil