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Sport Regional
08.09.2021
14.09.2021 20:32 Uhr

Damian Ott im Anschwingen gegen Nick Alpiger

Bild: esv.ch / Screenshot jg
Hochspannung herrscht vor dem Nordostschweizer Verbandsfest am 12. September 2021 in Mels. Die NOS-Spitzenschwinger rund um Samuel Giger werden alles daransetzen, den Sieg in den eigenen Reihen zu behalten. Die Wiler mit starken Gegnern im Anschwingen: Damian Ott trifft auf Nick Alpiger, Marcel Räbsamen auf Tobias Krähenbühl. Das Fest findet wieder vor Zuschauern statt (mit Covid-Zertifikat ab 16 Jahren).

Nach zweimaliger Verschiebung startet am Sonntag nun endlich das lang ersehnte Nordostschweizer Teilverbandsfest. Nach 1953, 1977 und 1998 wird das NOS Schwingfest zum vierten Mal in Mels durchgeführt.

Die Besetzung mit insgesamt 16 Eidgenossen verspricht attraktive Gänge und Hochspannung bis zum Schluss. Im Kampf um die begehrten NOS-Kränze und den traditionellen Siegerpreis, Muni «Blooming», werden auch die illustren Gästeschwinger ein Wörtchen mitreden wollen. Die Berner entsenden mit den beiden Eidgenossen Matthias Aeschbacher und Bernhard Kämpf zwei bewährte Eidgenossen. Am «Berner Oberländischen» teilten sich die beiden den Sieg, am «Seeländischen» und am «Mittelländischen» konnte sich Matthias Aeschbacher als Sieger feiern lassen.
Auch die Innerschweizer schicken mit Benji von Ah und Mike Müllestein zwei ihrer stärksten Mannen nach Mels. Von Ah ist vierfacher Eidgenosse und Müllestein gewann schon zweimal eidgenössisches Eichenlaub. Zudem stand er am Rigi Schwinget 2021 im Schlussgang, den er gegen Samuel Giger verlor. Die Nordwestschweizer delegieren mit Nick Alpiger und Patrick Räbmatter ihre klar stärksten Aushängeschilder ans NOS. Die beiden Aargauer Eidgenossen gelten als äusserst unbequeme Gegner und glänzten schon mehrfach mit Spitzenplätzen. Alpiger gewann dieses Jahr das «Basellandschaftliche» in Muttenz. Ivan Mollet und Vincent Roch heissen die Vertreter der Romandie. Beides sind mehrfache Südwestschweizer Teilverbandskranzer und keineswegs zu unterschätzen.

Starke Ostschweizer mit viel Selbstvertrauen

Das äusserst starke und ausgeglichene Thurgauer Team wird angeführt von Samuel Giger. Das Thurgauer Ausnahmetalent konnte diese Saison bereits sechs Kranzfestsiege feiern, darunter am Rigiund zum vierten Mal am Schwägalp Schwinget. Giger gehört zu den meistgenannten Favoriten. Ihm ist zuzutrauen, seinen NOS-Sieg von 2017 zu wiederholen. Mit Eidgenosse Domenic Schneider, Sieger am Zürcher und Glarner-Bündner Kantonalen, dessen Bruder Mario sowie den weiteren Eidgenossen Tobias Krähenbühl, Beni Notz und Oldie Stefan Burkhalter stehen weitere starke Stützen im Aufgebot der Thurgauer.
Mit einer ebenfalls starken Mannschaft treten die Appenzeller an: Sie sind vertreten mit ihrem Eidgenossen-Trio Michael Bless, Martin Hersche und Raphael Zwyssig.
Bei den Zürchern werden vor allem die beiden Eidgenossen Fabian Kindlimann und Samir Leuppi (Sieger am «BündnerGlarner») am ehesten infrage kommen, den grossen Favoriten ein Bein zu stellen.
Die Bündner zählen vor allem auf ihren Maienfelder Eidgenossen Armon Orlik. Aber auch Ursin Battaglia, Routinier Roman Hochholdinger und Sandro Schlegel sind im Kampf ums Eichenlaub keinesfalls zu unterschätzen.
Die Glarner zählen vor allem auf ihren zweifachen Eidgenossen Roger Rychen.
Bei den Schaffhausern ist Jeremy Vollenweider das Aushängeschild.

Zwei junge St.Galler verblüffen in dieser Saison

Der bald 19-jährige Werner Schlegel ist sicherlich der Aufsteiger der Saison. Wer ihn bei seinen Siegen am «Appenzeller» und am Thurgauer Kantonalen (1b) oder bei seinem Ehrenplatz am Rigi-Schwinget gesehen hat, der wird ihn auch in Mels weit oben auf der Rechnung haben.
Als Sensation wurde der Sieg am Weissenstein-Bergkranzfest durch den 21-jährigen Toggenburger Damian Ott bezeichnet. Doch damit nicht genug: Letzten Sonntag bezwang Ott am Bergschwinget am Schwarzsee Favorit Giger im Schlussgang und feierte so seinen zweiten Kranzfestsieg.
Daneben ist mit dem Rücktritt von Eidgenosse Dominik Oertig der Kreis der St.Galler Anwärter auf einen absoluten Spitzenplatz noch kleiner geworden. Am ehesten dazu imstande sind Lars Geisser vom Stadtverband und Tobias Riget vom Rapperswiler Verband.

jg / Emil Bürer