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Zuzwil SG
27.09.2021

Erntedank und Abschied

Bild: Vroni Krucker
Vroni Krucker Mit einem sehr persönlich gestalteten Dank-Gottesdienst und passenden Liedern verabschiedeten Priester und Gläubige die langjährige Mesmerin Anita Spitzli im Züberwanger Gotteshaus, geweiht der heiligen Maria Magdalena. Die musikalische Umrahmung lag beim Organisten Cornel Weibel sowie Renato Allenspach und seinen Söhnen Marc und Florian. Willkommen geheissen wurde auch der neue Mesmer Martin Grünenfelder.

Mit Sonnenblumen und den Schätzen der Erde hatte die Mesmerin zum letzten Mal den Chorraum zum Erntedank wunderschön geschmückt. 

Bild: Vroni Krucker

Sie hat ihren Dienst stets mit grossem Engagement und Leidenschaft verrichtet: schauen, dass für den Priester alles bereit ist, schmücken und pflegen von Kirche, Pfarreiheim und Umgebung und vieles mehr.  Besonders geliebt hat sie die Stimmung im Advent und an Weihnahten sowie die Arbeit mit den Minis.

Anita Spitzli. Bild: Vroni Krucker

Nach dem feierlichen Einzug begrüsste Pater Didier Mungilingi die Gläubigen und meinte: «Es ist schön wieder einmal so viele Menschen ohne Maske zu sehen» (dank Eintritt mit Zertifikat) und sprach ein Dankgebet. Das Wort Erntedank verbindet Mathias Eilinger, Präsident des Kirchenverwaltungsrates mit Erde, Regen, Nahrung, Ernte, Tod und den vielen wertvollen Dinge, die Gott uns Menschen schenkt, für das Daheim, für die Arbeit, die Natur und das Korn, aus dem Brot gemacht wird. Der Priester segnete die Früchte der Erde und hiess Martin Grünenfelder als neuen Mesmer herzlich willkommen.

Bitten und danken

Vor der Wandlung dankte Pater Didier für all die Güte Gottes, welche die Menschen immer wieder spüren dürfen, für die Früchte der Erde, das Vieh auf den Weiden, die Fische des Wassers, für Quelle und Weinstock, für die Kraft der Sonne und bat, das Brot mit Hungernden zu teilen. Er erklärte: «Wenn wir Brot teilen, führen wir weiter, was Jesus an befreiender und heilender Tradition übernommen hat. Lasst uns in diesem Teilen von Brot den Mut und die Kraft finden, Trauernde zu trösten, Gekrümmte aufzurichten, Mutlosen beizustehen, für Gerechtigkeit einzutreten und unsere Hoffnung auf ein Leben in Fülle zu setzen. Erfülle mit deinem Geist jene, die eine besondere Verantwortung in der Kirche tragen. Wir gedenken all der Menschen, die wir geliebt haben und die gestorben sind». Der Religionspädagoge Rolf Tihanyi betonte «Wir ernten, was wir säen» - eine wertvolle Lebensdevise.

Dank und gute Wünsche

Anita Spitzli bedankte sich mit herzlichen Worten für das ihr geschenkte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit mit der ganzen Pfarrei. Sie gab allen ein gesegnetes Kerzenlicht mit nach Hause. Ihrem Nachfolger überreichte sie ein Buch, das auch sie zu ihrem Start erhalten und ihr viel gebracht hatte. Langweilig wird es ihr nach der Pensionierung nicht, es gibt genügend Wünsche und Pläne. Nach dem Segen des Priesters genossen die Gottesdienstbesuchenden ein gemütliches Beisammensein im Pfarreiheim und die Gelegenheit zu Gesprächen und Gedankenaustausch – allzu lange hat Corona das verhindert, umso grösser ist jetzt das Bedürfnis nach Gemeinschaft.

Der KVR-Präsident Mathias Eilinger dankt Anita Spitzli für ihr grosses Engagement. Bild: Vroni Krucker
Anita Spitzli übergibt ihrem Nachfolger Martin Grünenfelder ein interessantes Buch. Bild: Vroni Krucker
Renato Allenspach machte mit seinen Söhne Marc und Florian lüpfige Musik. Bild: Vroni Krucker

Dank mit grosser Überraschung

Am Donnerstag vor dem Gottesdienst überraschten der Kirchenverwaltungsrat in corpore und Pater Didier die scheidende Mesmerin mit einem Ausflug und gemütlichem Beisammensein bei strahlendem Wetter. Zuerst gab es einen Abstecher ins Kloster Leiden Christi in Jakobsbad. Danach durfte die Gruppe einen Apéro auf der Schwägalp geniessen und anschliessend gings mit der Seilbahn auf den Säntis, wo bei herrlichem Sonnenschein die prächtige Aussicht faszinierte. Nach einem feinen Nachtessen zog der Vollmond die Gruppe in seinen Bann bis es wieder hinunter ging ins Tal. Anita Spitzli war überwältigt und wird noch lange von diesem Tag zehren.

Ausflug zum Säntis / Gemütlichkeit im Alpstein. Bild: Vroni Krucker
Vroni Krucker