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Zuzwil SG
30.09.2021
30.09.2021 22:29 Uhr

Hochwasserschutz Zuzwil: gutes Echo für neuen Anlauf

Grosses Interesse für die Informationsveranstaltung vom 29. September 2021 in der Turnhalle Zuzwil. Bild: jg
Am Informationsabend hat Georg Möller vom Ingenieurbüro IUB die mit der Projektgruppe ausgearbeitete Machbarkeitsstudie präsentiert und die Lösungsvariante vorgestellt. Diese sieht einen Teilausbau des Dorfbachs vor, der bei einem "Jahrhundert-Hochwasser" einen Drittel des Wasservolumens aufnehmen soll. Zwei Drittel sollen durch ein Retentionsbecken oberhalb des Dorfes aufgefangen werden.

Der Bedarf für einen Hochwasserschutz ist in Zuzwil unbestritten. Es müssen Massnahmen getroffen werden, um die Gefahr von Überflutungen von Wohn-, Gewerbe- und Industriegebieten zu bannen. 

Zwei Projektvarianten für einen Hochwasserschutz Dorfbach wurden vor zwei Jahren durch das Zuzwiler Stimmvolk verworfen. Damit war das Problem aber nicht vom Tisch. Gemäss Gemeindepräsident Roland Hardegger, der die Projektgruppe leitet, ist man nach dem Volksentscheid zurück auf Feld 1 gegangen und hat bewusst ein unbefangenes ausserkantonales Ingenieurbüro mit Erfahrungen in identischen Projekten für die neue Studie beauftragt.

Diese Studie wurde an der Informationsveranstaltung vorgestellt. Projektgruppe und Begleitgruppe favorisieren aufgrund der neuen Erkenntnisse die Lösung "Teilausbau des Dorfbachs mit Retentionsbecken". 

Diese Bestvariante liegt bereits bei den zuständigen Ämtern des Kantons St.Gallen. Von dort erwartet der Zuzwiler Gemeinderat bis Ende Jahr einen Bericht. Ist dieser positiv, können in der nächsten Projektphase die Kosten ermittelt und die neue Lösung für einen Entscheid dem Stimmvolk unterbreitet werden. Gemäss Gemeindepräsident Roland Hardegger kann zudem davon ausgegangen werden,  dass der Bund rund zwei Drittel der Kosten übernehmen wird.

Georg Möller von IBU Engineerung erläuterte die Ausbauoptionen für den Dorfbach. Er zeigte den Vergleich der aktuellen Lage mit einem Teilausbau (für Lösung mit Retentionsbecken) und einem Vollausbau (für volle Aufnahme eines Jahrhundert-Hochwassers). Bild: jg
Für das Retentionsbecken sollen zwei Dämme gebaut und eine Strasse neu geführt werden. Bild: jg
Jürg Grau