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Kultur
02.10.2021

Schützenveteranen erhalten News vom Walter Zoo

Die Veteranen des Verbands St.Galler Schützenveteranen erlebten einen interessanten Nachmittag und Abend. Bild: Ernst Inauen
Der Verband der St.Galler Schützenveteranen organisierte für den erweiterten Vorstand und die Ehrenmitglieder einen interessanten Besuch des Walter Zoo in Gossau. Dabei war ein spannender Blick hinter die Kulissen möglich und die Vorsitzende der Geschäftsleitung Karin Federer berichtete über die Entwicklung und die Zukunftspläne des beliebten Tierparks.

Ernst Inauen

Schon seit Jahren pflegt der Verband St.Galler Schützenveteranen den Brauch, seine Ehrenmitglieder und den gesamten Vorstand inklusive Partnerinnen für einen Halbtagesanlass einzuladen. Neben Ehrenpräsident Edi Waldburger und fünf Ehrenmitgliedern liessen sich weitere 35 Personen für den speziellen Anlass animieren. Gemäss den Covid19-Vorschriften mussten sich alle Teilnehmenden mit dem Zertifikat ausweisen. Im Eingangsbereich versammelten sie sich und wurden von Verbandspräsident Robert Signer, Wil sowie von der Vorsitzenden der Geschäftsleitung Dr. Karin Federer herzlich begrüsst. Sie übt seit bald vier Jahren in dritter Generation das verantwortungsvolle Amt als Zoodirektorin aus. In St.Gallen absolvierte sie zusätzlich ein Studium in Management KMU. Die Zoogäste wurden in zwei Gruppen eingeteilt, wonach Karin Federer die erste in die Geschichte des Walter Zoos einführte und die zweite Führerin Sonja Lötscher einen Blick hinter die Kulissen ermöglichte. Zum Abschluss des Zoobesuchs wurden die Veteranen mit einem gesponserten Apéro und einem Nachtessen im Zoorestaurant verwöhnt.

SG-SV-Präsident Robert Signer begrüsste die Teilnehmenden. Bild: Ernst Inauen
Zum Abschluss der Exkursion wurde im Zoo-Restaurant ein feines Nachtessen serviert. Bild: Ernst Inauen

Masterplan mit Veränderungen und Erweiterungen

Im Ausstellungsraum, den der Walter Zoo zum 60-jährigen Jubiläum mit informativen Plakatwänden einrichtete, führte Karin Federer in die Geschichte des Walter Zoo ein. Diese begann 1956, als Walter Pischl als „Tierli Walter“ unzählige Schulklassen mit seiner Schultierschau begeisterte. 1961 gründete er zusammen mit seiner Gattin Edith den zoologischen Garten oberhalb von Gossau. In der zweiten Generation bauten die Nachfolger Gabi Pischl und Ernst Federer die Tierparkanlage kontinuierlich aus. 2001 wurde die Walter Zoo AG gegründet und vor zehn Jahren übernahm die dritte Generation den grossen Betrieb, in dem aktuell über 75 Vollzeitangestellte beschäftigt sind. In normalen Jahren besuchen rund 250‘000 Besucherinnen und Besucher den attraktiven Zoo und es werden etwa 200 Führungen organisiert. Rund 1110 Tiere in über 120 Tierarten werden artgerecht betreut und gepflegt. Karin Federer und ihre Schwester Jeannine Gleichmann-Federer bekennen sich zur modernen und wissenschaftlichen Führung des Betriebes. Wie die Direktorin bekannt gab, wird die gesamte Anlage in den nächsten Jahrzehnten gemäss Masterplan 2040 markant verändert und ausgebaut. Dazu konnte die Walter Zoo AG weiteres angrenzendes Land erwerben. Die Lösung des Parkplatzproblems wird mit der Erstellung einer Tiefgarage mit etwa 400 Plätzen geplant. Anhand eines Modells erklärte Karin Federer die bedeutungsvollen und zukunftsweisenden Veränderungen.

Das schöne Tigerweibchen gehört zu den attraktivsten Tieren im Zoo. Bild: Ernst Inauen
Karin Federer unterhielt sich auch mit Ehrenpräsident Edi Waldburger. Bild: Ernst Inauen

Tierarztpraxis und zwei Futterküchen

Was die Veteranen auch noch sehr interessierte, war der Blick hinter die Kulissen des Zoos. Die zweite Führerin und Biologin Sonja Lötscher zeigte ihnen die vollständig eingerichtete Tierarztpraxis, in der kranke oder verletzte Tiere vom Tierarztteam verarztet und gepflegt werden können, allerdings nur bis zu einer gewissen Grösse, wie Sonja Lötscher erklärte. Die Betäubung im Freien werde mit Blasrohr und Narkosepfeil vorgenommen. Neu in den Zoo aufgenomme Tiere würden zuerst in die Quarantäne versetzt.

Spannend war auch der Besuch der Fleischküche, wo die Tiernahrung für jeweils zwei Tage hergerichtet wird. Die Tierpfleger würden die Tiere genau beobachten und die jeweilige Futtermenge bestimmen, erklärte die Führerin. Pro Jahr werden rund sieben Tonnen Fleisch verfüttert, das mehrheitlich von auswärtigen Lieferanten bezogen und in der Fleischküche für die Fütterung vorbereitet wird. Als Beispiel erwähnte Sonja Lötscher, dass der männliche Tiger fünf bis acht Kilo Fleisch pro Tag benötigt. Bei der Gemüse- und Früchtenahrung kann der Walter Zoo auf das Gratisangebot von einem Detailhändler in Gossau für Ausschusswaren zählen.

Der Walter Zoo verfügt über eine vollständig eingerichtete Tierpraxis. Bild: Ernst Inauen

Weitere Bilder und Informationen auf der Homepage walterzoo.ch.

 

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