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Kultur
15.11.2021
15.11.2021 16:04 Uhr

Musizieren bleibt weiterhin Trumpf

Alle Mitwirkenden der JMS Wil-Land. Bild: Vroni Krucker
Vieles hat Corona zerstört, nicht aber das Musizieren, wie das Konzert der Jugendmusikschule Wil-Land am Freitagabend, 12. November 2021, zeigte. Mit Eifer und Können präsentierten die Kinder und Jugendlichen ihre vielseitigen Kompositionen. Präsident Christoph Indrist freute sich ganz besonders, dass endlich wieder vor Publikum gespielt werden durfte. Er dankte den Eltern für das den Lehrpersonen entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung beim notwendigen Üben.

Von Vroni Krucker

Sie sind immer einen Besuch wert, die Aufführungen der Jugendmusikschule, wo sich zeigt, was in den letzten Monaten einstudiert worden ist – und das kann sich sehen lassen. Christoph Indrist freute sich sehr über die grosse Besucherschar, die in der Aula Sproochbrugg gespannt den Auftritt der da und dort schon etwas nervösen jungen Menschen wartete.

Genussvolle Musikstunde

Erstaunlich, was die 18 jungen Menschen auf ihren Instrumenten oder mit der eigenen Stimme gezeigt haben. Liana Wild und Levin Münger eröffneten das Konzert mit dem anspruchsvollen «River Flows in You», und Lorena Fisch zeigte ihr Können auf der Querflöte.  Dann gings Schlag auf Schlag bzw. Ton auf Ton weiter auf Blas- und Tastenistrumenten. Von Yiruma (*1978) bis Mozart (*1756) zeigte sich ein breites Spektrum an Kompositionen. «Dass Mozart ein musikalisches Genie war, ist wohlbekannt. Trotzdem ist es fast unvorstellbar, dass er das von Luana De Oliveira gespielte «Menuett G-dur» bereits im Alter von 6 Jahren komponiert hat», erklärte Christoph Indrist, der zu vielen Stücken und Komponisten interessante Details wusste.  Leonie Hamburger spielte auf der Flöte «Summ, Summ, Summ,  am E-Piano begleitet von ihrer Mamma. Zoé Duft bot «Melodie» von Robert Schumann und «Les Jogleurs» von J.B. de Boismortier.

Bild: Vroni Krucker

Mutige Auftritte

Immer wieder trauen sich Mädchen und Buben an solistische Gesangsauftritte – und das braucht Mut und Selbstvertrauen. So sang Cindy Heil voller Inbrunst das berühmte «Memory» aus dem Musical «Cats» von Andrew L. Webber. Passend zum Thema erklang von Lena Hilber und Yannis Keller das lustige «Katzenduett» von Gioachino Rossini. Ramon Eberle sang «Only You», bekannt geworden durch Elvis Presley. Der Präsident erklärte: «Elvis hat kein Konzert ausserhalb von Amerika gegeben und keinen einzigen Song selbst geschrieben» - wer wusste das schon. Mattia Rütsche und Gabi Wiens zeigten mit «Your Love» Spannung am Klavier. Sarina Koller bot mit ihrer guten, vollklingenden Stimme den Rocksong »Wenn du lachst» von Simon Triebel.

Querflöte, Format speziell für die Kleinsten. Bild: Vroni Krucker
Lena Hilber und Yannis Keller beim «Katzenduett». Bild: Vroni Krucker
Cindy Heil mit «Memory». / Sarina Koller sang «Wenn du lachst». Bild: Vroni Krucker

Erfolgreich

Nebst den Konzerten gibt es im Musikschulalltag auch die Möglichkeit, an Wettbewerben teilzunehmen, so zum Beispiel am OSEW (Ostschweizer Solisten- und Ensemble Wettbewerb). Dort hat sich Lio Wild der Aufgabe gestellt und mit «Concertino-I. Allegro» den 1. Rang erreicht. Dafür durfte er den verdienten Applaus des Publikums sowie ein kleines Präsent des Präsidenten entgegennehmen. Ein fester Wert seit Jahren ist Jacqueline Thie mit ihren ausgezeichneten Vorträgen am Klavier.  Felice und Annalucia Caponio spielten auf Keyboard und Violine «Demons» und «Final Countdown».  «In der Vorprobe ist bei der Geige eine Saite gerissen» erklärte Indrist. Das sei nicht ideal für die Violinistin und mache ein wenig nervös. Sie hat es trotzdem bestens geschafft, die Geige ist bekanntlich ein sehr anspruchsvolles Instrument. Der Pop-Song «All By Myself», präsentiert von Lea Kuhn, wurde 1975 vom US-amerikanischen Pianisten, Sänger und Sogschreiber Eric Carmen veröffentlicht und bildete den Schluss der Vorträge. Allzuschnell war die abwechslungsreiche Konzertstunde Stunde vorbei. Sie zeigte eine Vielfalt von Klassik bis Rock – und machte Lust auf mehr.

Lehrpersonen: Yoshiko Arnold (Klavier), Katharina Stibal (Querflöte), Margrit Sigrist (Klavier), Stefany Bouquin (Gesang), Andreas Signer (Posaune), Gabi Wiens (Klavier), Alberto Näf (Keyboard), Nima Taghadossi (Violine), Monica Quinter (Gesang).

Lio Wild erspielte sich am diesjährigen OSEW mit der Zugposaune den 1. Rang. Bild: Vroni Krucker
Annalucia Caponio spielt mit der Violine ein sehr anspruchsvolles Instrument. / Lea Kuhn präsentierte «All By Myself» von Eric Carmen. Bild: Vroni Krucker
Vroni Krucker