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Kultur
24.11.2021
25.11.2021 14:28 Uhr

Absage: Konzert zur Unterstützung für Spital in Afrika

Bild: zVg
Das Konzert muss wegen akuten Coronaerkrankungen im Orchesterteam abgesagt werden. Das Konzert wird auf unbestimmte Zeit verschoben und findet erst nach Beruhigung der COVID-Situation statt. Am kommenden Samstag, 27. November 2021, um 19.30 Uhr bietet das Sinfonische Orchester Wil unter der Leitung von Kurt Pius Koller ein Benefiz-Konzert in der Kirche Niederhelfenschwil zugunsten der Stiftung Endamarariek, angeregt von Dr. Urs Germann, Mitglied des Orchesters und Vicepräsident der Stiftung. Mit von der Partie ist auch die Sopranistin Iris Eggler, aufgewachsen im Aspihof, Niederhelfenschwil. Die Kollekte ist eine gute Möglichkeit, dieses wichtige Projekt zu unterstützen.

Das Spital liegt im Bistum Mbulu, einer Landregion nahe der Wildtier-Rückzugsgebiete in Nordtanzania. Sales Huber, früherer Dorfarzt von Niederhelfenschwil, setzt sich zusammen mit einem Team intensiv für den Fortbestand des Spitals ein und reist öfters nach Tanzania, eines der ärmsten Länder der Welt. Der Staat leistet minimalste Gratisversorgung in seinen Dispensarys. Ohne finanzielle Hilfe vom Ausland kann in den armen Regionen kein Spital überleben.

Anlage in Tanzania. Bild: zVg

Hilfe aus der Schweiz

Die Stiftung Endamarariek Niederhelfenschwil finanziert seit 15 Jahrein allein das Landspital im Norden Tanzanias. Das Projekt «Enda Care» fährt seither auf guten Wegen und macht stolz. Die Mitarbeiter der Stiftung verrechnen keine Spesen, reisen auf eigene Kosten und füllen mit namhaften Beiträgen den Spendenpool. Schweizer Volunteers (dieses Jahr waren es trotz Corona etwa 15 Monatseinsätze) dürfen sich beruflich nicht betätigen, lernen «Basismedizin» und bezahlen für Aufenthalt und Schulung. Ihre Rückmeldungen sind äusserst positiv. Die Motivation der 70 Angestellten und Ärzte ist hoch, der Umgang mit den Patienten würdevoll und im Rahmen der wenige Hilfsmittel von bestmöglicher Qualität.

Blick in die Wäscherei. Bild: zVg

Verbesserte Infrastruktur

Das Spital wird völlig von Einheimischen geführt. Dank einem grossen Containertransport wird die Infrastruktur im Spital in den nächsten Monaten bedeutend verbessert: Pflegematerial, Hilfsmittel für Behinderte, besserer Internetzugang, Blutbank usw. Seit einem Jahr nutzt und verkauft das Spital - dank eigener Tiefenbohrung (100m) -  bestes Trinkwasser.

Neben der ambulanten Tagesklinik (vor allem für Geburten) stehen 40 Betten zur Verfügung. «Corona» bleibt in Tanzania aufgrund anderer und grösserer medizinischer Risiken im Hintergrund.

 

Mutter und Kind sind wohlauf. Bild: zVg
Dr. Bayo ist ein unendlich guter Mensch. "Er war unsere beste Vertrauensperson. Einsatz, tags und nachts, kaum Ferien, bis dann dank unserer Stiftung Verstärkung kam. Dr. Thomas Bayo, seit 20 Jahren in Enda tätig und heute pensioniert, aber immer noch teilweise angestellt. Was er früher allein machte, teilen sich heute 6 Aerzte. " Bild: zVg
Vroni Krucker