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26.11.2021
26.11.2021 16:26 Uhr

ZAB gut unterwegs - grünes Licht für Budget 2022

Geschäftsführer Claudio Bianculli (am Rednerpult) konnte über erfreuliche Projektfortschritte berichten. Er gab auch einen Ausblick auf die kommenden Aufgaben. Weiter im Bild: VR-Präsident Kurt Baumann (mitte) und Finanzchef Reto Almer (links). Bild: jg
Für die Konsumentinnen und Konsumenten im Wirkungskreis des Zweckverbands Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) gibt es gute Nachrichten. Die Gebühren bleiben 2022 gleich und der ZAB entwickelt sich immer mehr zum Stromlieferanten, was mit Blick auf den zunehmenden Bedarf für die ganze Region von Vorteil sein wird. Ab nächstem Jahr werden zudem Bioabfälle auch aus den Gemeinden Uzwil, Oberuzwil, Flawil und Gossau in Bazenheid verwertet.
ZAB VR-Präsident Kurt Baumann erläuterte das Budget 2022 und dankte der Geschäftsleitung und den Mitarbeitenden des ZAB für die hervorragende Arbeit. Bild: jg

29 der 35 Mitgliedsgemeinden konnte VR-Präsident Kurt Baumann am Donnerstag, 25. November 2021, zur Delegiertenversammlung des Zweckverbands Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) im Restaurant Toggenburgerhof, Kirchberg, begrüssen. Das Budget 2022 wurde einstimmig genehmigt. Positiv aufgenommen wurden auch der Stand des Projekts "Optimierung Energiepark Bazenheid" und die Zukunftspläne, die Geschäftsführer Claudio Bianculli skizzierte. 

Das Budget des ZAB geht für das Jahr 2022 von einem konsolidierten Gesamtertrag von rund 41 Millionen Franken aus und präsentiert sich nach Abschreibungen von rund 3 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von rund 3,2 Millionen Franken. Das Budget basiert dabei auf einer umbaubedingt reduzierten Verarbeitungsmenge von rund 135‘000 Tonnen Abfällen, die in den Anlagen Bazenheid thermisch genutzt werden. Auch im Jahr 2022 werden wiederum Umleitungen von Abfallmengen in benachbarte Anlagen nötig sein.

Optimierung Energiepark Bazenheid

Im Rahmen der Delegiertenversammlung wurden die Delegierten auch über das laufende Projekt „Optimierung Energiepark Bazenheid“ informiert. Im Zentrum des anspruchsvollen Bauprojekts stehen der Ersatz der Feuerung und des Kessels der 36-jährigen Ofenlinie 3, der Ersatz der Entstaubungsanlagen sowie der Ersatz der nasschemischen Reinigung aller Linien mit einer Trockenreinigungsstufe. Mit dem Umbau wird die Betriebs- und Energieeffizienz der Anlagen wesentlich verbessert. Anfangs November konnte der Probebetrieb der neuen Verbrennungslinie 3 erfolgreich aufgenommen werden.

Energetische und ökologische Verbesserungen

Der ZAB befindet sich zeitlich, betrieblich wie auch finanziell mit den Bauarbeiten rundum auf Kurs – dies während laufenden Betriebs. Nachdem die neue Linie 3 in Betrieb genommen werden konnte, wird es im kommenden Jahr darum gehen, bei den bestehenden Linien 1 und 4 den Ersatz der Entstaubungsanlagen sowie der nasschemischen Reinigung mit einer Trockenreinigungsstufe vorzunehmen. Bereits heute zeigt es sich, dass künftig die Energiebewirtschaftung viel flexibler und optimiert gestaltet werden kann. Auch konnten im Bereich der Umweltbelastungswerte bereits nach der Betriebsaufnahme der Ofenlinie 3 Verbesserungen vermerkt werden. Dies betrifft namentlich die Werte von Kohlenstoffoxid (CO), Kohlenstoffdioxid (CO2) sowie Schwefeldioxid (SO2). Diese Werte konnten gegenüber den Vorgaben der Luftreinhalteverordnung nochmals wesentlich verbessert werden konnten. 

Die Umsetzung des Projekts "Optimierung Energiepark Bazenheid" ist voll auf Kurs. Bild: ZAB

Weitere zukunftsträchtige Projekte

Neben dem laufenden Umbauprojekt bei den thermischen Anlagen wird es im kommenden Geschäftsjahr 2022 darum gehen, die Planungsgrundlagen für weitere Projekte zu erarbeiten. Einerseits soll die Planung der Deponieetappe 3 im Burgauerfeld in Flawil in Angriff genommen werden. Andererseits werden auch die Beurteilungsgrundlagen für die Ersatzbeschaffung und Erneuerung der Fahrzeugflotte erarbeitet. Hier steht vor allem die CO2-Reduktion durch alternative Antriebstechnologien wie Strom oder Wasserstoff im Zentrum. Schliesslich soll im Jahr 2022 auch das Projekt Phosphorrückgewinnung aus der Klärschlammasche konkretisiert werden.

pd. / jg