AUSFLUG DER MÄNNERJAHRGÄNGER 1951-55 WIL IM NEUENBURGER JURA


Der Rausch zwischen Absinth und der Natur. Vier unvergessliche Tage verbrachten die Männerjahrgänger 1951-55 Wil und Umgebung im Neunburger Jura. Als Radfahrer, Motorfahren, Wanderer oder Kulturinteressierter war man überwältigt von der einmaligen Natur, der mechanischen Weltgeschichte und der grünen Fee als rauschender Abschluss.


(Mäni Rüegg) So heiss wie die vier Tage im Neuenburger Jura waren, so kameradschaftlich und einzigartig waren auch die zwischenmenschlichen Kontakte, gemeinsamen Erlebnisse und die bleibenden Eindrücke der einzigartigen Natur. Ausschlaggebend für eine in allen Belangen gelungene Reise waren die Sonne als ständiger Begleiter, eine tadellose Organisation von Vereinspräsident Reto Maffei und seinen zwei Mitstreitern Albin Bühlmann und Willy Bräker, aber auch die ausgezeichnete Unterkunft im Grandhotel des Rasses in Les Rasses. Wie schon im vergangenen Jahr in Bergell lernte man eine eher unbekannte Gegend kennen. Eine Region, welche sich nach wirtschaftlichen Blütezeiten sich nun nach dem schmerzlichen Niedergang wieder mit neuen Innovationen aufbaut, um die Zukunft zu meistern.

Die Organisatioren (v.l.): Reto Maffei, Albin Bühlmann und Willy Bräker.

Bleibende Eindrücke

Ein vielfältiges Programm, individuell abgestimmt für Wanderer, Radfahrer, Töff-Fahrer oder Kulturinteressierte hinterliess nicht nur Spuren in den Beinen und Füssen, sondern auch in den Herzen. Bei der Besichtigung im Museum CIMA, der einst weltweit grössten Spieldosenfabrikation mit gegen 10’000 Arbeitsplätzen in der ganzen Region, beindruckten die filigrane Mechanik. Aber auch die Tatsache, was passiert, wenn man das digitale Zeitalter verpasst. Spezielle kulinarische Erlebnisse dann beim Besuch einer Kleinbrauerei in Sainte Croix und des Absinth-Hauses in Motier. Grosses Staunen in den imposanten Höhlen von Vallorbe und das Spüren von 24 Grad Temperaturunterschied innerhalb von einer Sekunde. Erklommen wurden, trotz hohen Temperaturen, aber zum Glück in vielen Waldpartien, die Gipfelkreuze der Aguilles de Baulmes, des Dent de Vaulion und des Chasseron.  Nicht minder die Leistungen der Radfahrer, welche täglich bis zu 80km abstrampelten und auch einige Höhenmeter auf ihren Zählern hatten. Die Touren der Motorradgruppe führten auch über die Grenze nach Frankreich und hinunter bis an den Genfersee.

Ankunft in Motier.
Wanderung auf das 5 Gipfelkreuz auf dem Aiguilles de Baulmes.
Eindrückliche Geschichte der Technik.
In geselliger Runde bei der Bierdegustation.

Ein Hauch Welsch ist geblieben

Bei den 30 Reisenden aus dem Osten, welche sich gerne anfreundeten mit dem Welschland, ist sicher auch ein bisschen «Welsch» geblieben. Eindrücke in den Tälern, Höhlen und Wäldern oder die Weitblicke von den Gipfelkreuzen zwischen St.Croix und Motier, der kameradschaftliche Austausch und dankbare Momente, dass man in nur vier Tagen so viel Wunderschönes und Eindrückliches erleben darf, entschädigte für Schweisstropfen, Blasen an den Füssen und müde Glieder.

Übrigens geht es im Jahr 2020 Ende Juni für vier Tage in den Kanton Tessin und im Herbst 2021 vier Tage ins Pustertal im Südtirol. Das ist beschlossene Sache, denn die Vorfreude kann nicht lange genug dauern.

Gruppenbild mit Männern in Les Rasses.