BEAT TINNER: „CHANCEN DER KRISE NUTZEN“


Der staatlich verordnete Lockdown wirkt sich mannigfaltig auf unser Berufs- und Privatleben sowie unser gesamtes Umfeld aus – jetzt und auch in Zukunft. Hätten wir eine Einschränkung der Grundrechte dieses Ausmasses vor der Krise für möglich gehalten?

Ich habe nicht damit gerechnet. Bei der Vogelgrippe vor 10 Jahren liess ich erstmals ein Pandemiekonzept für die Gemeinde Wartau erarbeiten und wurde ab und wann auch belächelt. Immerhin hat dieses Konzept dazu geführt, dass die Gemeinde Wartau über einen Vorrat an Schutzmasken verfügt und diesen immer wieder erneuert hat. Davon profitieren wir heute.

Die Stichworte «Vorrat» und «Reserve» werden an Bedeutung gewinnen. Sowohl privat, in der Wirtschaft sowie bei der öffentlichen Hand. Nur wer sich in guten Zeiten vorbereitet, ist in der Krise bereit: Spare in der Zeit, dann hast du in der Not.

In der Zukunft müssen Private, die Wirtschaft und der Staat wieder vermehrt aktiv Vorräte anlegen, Reserven bilden und für schlechtere Zeiten vorsorgen. Auch wenn das etwas kostet.

Diese Krise lehrt uns aber auch, dass wir uns in gewissen Bereichen des Lebens auch anders organisieren sollten. Sitzungen können per Videokonferenz abgehalten werden – das spart Zeit für anderes und tut der Umwelt auch noch gut. Zudem hat das auch einen positiven Effekt auf die persönliche Lebensqualität. Wir sind im Moment auch gezwungen, die Freizeit geruhsamer anzugehen. Für mich persönlich hat das durchaus einen positiven Effekt und ich werde das auch zukünftig so gestalten.

Aus dieser Krise können wir also viel lernen – jede und jeder für sich selbst, als Gesellschaft sowie als Werkplatz. Nutzen wir diese Chancen. Denn gemeinsam kommen wir weiter.

Beat Tinner, Regierungsratskandidat