BEREITS 800 UNTERFLURBEHÄLTER INSTALLIERT – WIL UND SIRNACH ZÖGERN


Die Bereitstellung der Gebührensäcke in Unterflurbehälter (UFB) entspricht immer mehr einem Bedürfnis der Bürger, weil diese flexible Entsorgungsmöglichkeit rund um die Uhr genutzt werden kann. Mittlerweile konnten in den Gemeinden des Zweckverbands Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) 800 Unterflurbehälter installiert werden. Das entspricht über der Hälfte der konzeptionell in den 35 Gemeinden vorgesehenen UFB.

Titelbild: Beat Lehmann (links), UFB-Projektleiter der Stadt Gossau, sowie Virgile Koster, UFB-Projektleiter beim ZAB, nehmen in Gossau offiziell den 800. Unterflurbehälter im ZAB-Gebiet in Betrieb, der 75. allein in Gossau.


(ZAB) Im Herbst 2016 beschloss der ZAB in seinem Verbandsgebiet von der Kehrichtstrassensammlung auf Unterflurbehälter umzusteigen. Mittlerweile stehen 800 Unterflurbehälter in den Mitgliedsgemeinden im Einsatz. Die bisherige Umsetzung ist durchwegs positiv verlaufen, die Bürgerinnen und Bürger haben sich schnell an das neue Sammelsystem gewöhnt und sind von den Vorzügen überzeugt.

Finanzierung der UFB durch den ZAB

Im November 2016 stimmten die Delegierten des Zweckverbands einem Rahmen-kredit von rund 16 Millionen Franken für die Umsetzung der UFB-Konzepte in den 35 Gemeinden zu. Mit den installierten 800 UFB hat der ZAB in den letzten Jahren bereits rund 8 Millionen Franken in die UFB investiert, pro Standort entspricht dies rund 10‘000 Franken. Mit diesem Pauschalbeitrag werden neben dem UFB-Behälter insbesondere die Aufwendungen der Gemeinden im Bereich der Tiefbau- und Erdarbeiten für die Dienstbarkeiten und die Verwaltungskosten abgegolten.

Vorteile liegen auf der Hand

Unterflursysteme haben verschiedene Vorteile. Die Bürgerinnen und Bürger erhalten eine 24h-Entsorgungsmöglichkeit an 365 Tagen im Jahr. Der Kehrichtsack kann dann entsorgt werden, wenn er voll ist und nicht dann, wenn die Abfuhr stattfindet. Darüber hinaus können Säcke – beispielsweise auch vor den Ferien – jederzeit und völlig unproblematisch entsorgt werden. Tourenausfälle an Feiertagen verlieren an Bedeutung. Mit Unterflursystemen finden auch keine Tierverbisse mehr statt, was bei den bereit gestellten Kehrichtsäcken sehr oft zu unschönen und auch unangenehmen Bildern in den Quartieren und Dörfern geführt hat. Unterflursysteme tragen so zu mehr Lebensqualität bei, weil die grossen und schweren Kehrichtfahrzeuge nicht mehr überall in die Quartiere hinein fahren müssen: Weniger Stopps, weniger Abgase und erhöhte Sicherheit in den Quartieren. Auch für den ZAB bringen die Unterflursysteme verschiedene Vorteile. Die Kehrichtabholung ist nicht mehr an fixe Tage und Zeiten gebunden. Weniger Stopps bedeuten auch weniger Behinderungen des Verkehrs und die Ökobilanz kann verbessert werden.

Positive Bilanz nach vier Jahren

Nach nur vier Jahren haben nun bereits 17 Gemeinden komplett auf das UFB-Konzept umgestellt, weitere 6 Gemeinden stehen kurz vor dem Abschluss. Im politischen Meinungsbildungsprozess stehen noch grössere Gemeinden wie Wil, Uzwil, Flawil oder Sirnach. In der Stadt Gossau, wo in den letzten Tagen auch der 800. UFB des ZAB in Betrieb genommen werden konnte, stehen nun bereits 75 Unterflurbehälter, was in etwa der Hälfte der konzipierten UFB entspricht.