CAMION TRANSPORT AG NACH ST.GALLEN AUCH IN BASEL „EMISSIONSFREI IN DIE INNENSTADT“

Im Titelbild von links: Fredy Würzer, Luca Olivieri, Jérôme Thiriet und Josef Jäger.


Auf St. Gallen folgt Basel. Camion Transport AG setzt das Citylogistik Konzept «Emissionsfrei in die Innenstadt» seit Juni 2019 in der Ostschweizer Kantonshauptstadt ein. Jetzt sammelt das Transportunternehmen damit auch im Basler Dreiländereck Erfahrungen. Seit rund zwei Monaten ist hier die Kurierzentrale GmbH der Partner für die letzte Meile.


Die Citylogistik braucht zwingend umweltfreundliche Lösungen. Mit dem Konzept «Emissionsfrei in die Innenstadt» erprobt Camion Transport nachhaltige Verkehrsträger innerhalb der Logistikkette. Im Vordergrund steht die Elektromobilität. Die Waren kommen über Nacht auf der Schiene in den Camion Transport Cityhub. Im Fall von St. Gallen ist das die Niederlassung in Schwarzenbach, gut 30 Kilometer entfernt. In Basel ist es der Standort auf dem Areal Wolf, also direkt in der Stadt. Beim Pilot in St. Gallen fährt der erste schwere Elektro-Lkw «eActros» von Mercedes-Benz Trucks die Strecke vom Cityhub zum Mikrohub beim Velokurier. Camion Transport setzt das Fahrzeug als Testkunde während eines Jahres ein. Ganz anders in Basel. Hier sind Camion Transport und Kurierzentrale direkte Nachbarn. Der Velokurier belädt die Fahrzeuge direkt an der Rampe und liefert die «grüne Sendung» an Empfänger im Stadtgebiet.

Kurierzentrale für die letzte Meile

Mit der Kurierzentrale hat Camion Transport einen der ältesten Velokurierdienste der Schweiz an der Seite. Zwischen Erstgespräch einer möglichen Zusammenarbeit und Start vergingen nur wenige Wochen. Ausschlaggebend für das Interesse der Kurierzentrale war das Konzept der emissionsfreien Belieferung der Innenstadt. «Wir merkten schnell: Camion Transport ist ökologisch stark sensibilisiert, unkompliziert und arbeitet mit straffen Prozessen, wie wir. Das passt perfekt.», erklärte Jérôme Thiriet, CEO Kurierzentrale. Die Anbindung für den Datenaustausch war denn auch innert Kürze realisiert. Cargo eBike (Modell Armadillo) und Cargo eScooter (Modell vRBike), die beiden elektrisch betriebenen Kleintransporter aus dem St. Galler Pilot, stehen jetzt in Basel im Einsatz.

Erfahrungen sammeln, Erkenntnisse gewinnen

Der Start der Pilotphase St. Gallen liegt mittlerweile vier Monate zurück. Beim Elektro-Lkw ist anfängliche Skepsis des Fahrpersonals schnell verflogen. Der eActros lässt sich sehr dosiert beschleunigen, die Sorge über ungewollte Rucke beim Anfahren ist unbegründet. Und er sei sehr schön zu fahren, so das Echo. «Unsere Kunden und auch Passanten reagieren positiv auf den Elektro-Lkw. Die Eigenschaften lokal emissionsfrei und leise erzeugen Sympathie.», freut sich Josef Jäger, Direktor Camion Transport. Der eActros funktioniert technisch gut, einzig beim Ladevorgang treten hin und wieder Unregelmässigkeiten auf. Die Reichweite ist mit ungefähr 200 Kilometer für eine normale Tagestour ausreichend. Einschränkungen gibt es bei der Nutzlast, im Vergleich zum herkömmlichen Lkw.

Ein wichtiger Aspekt von «Emissionsfrei in die Innenstadt» ist das Austesten des Prozesses einer komplett emissionsfreien Lieferkette. Dazu zählen wichtige Erkenntnisse aus der neuen Zusammenarbeitsform mit dem Velokurier. Die Abläufe mit dem jeweiligen Partner haben sich schnell eingespielt, in St. Gallen wie jetzt in Basel. Cargo eBike und Cargo eScooter bewähren sich unterschiedlich. Das Cargo eBike ist ein interessantes Fahrzeug für den Stadtverkehr. Der Motor ist aber nicht optimal für die hügelige Topografie von St. Gallen. Steigungen bringen das Fahrzeug schnell an seine Grenzen. Im flacheren Basel sollte sich das Fahrzeug besser eignen. «Es ist vor allem auch eine Philosophiefrage. Die Velokuriere haben ihr eigenes fahrzeugspezifisches Gedankengut. Sie wollen Muskelkraft einsetzen. Da passt der eScooter nicht richtig hinein.», ist sich Josef Jäger bewusst. In erster Linie muss der Leistungsauftrag erfüllt sein. Also muss die Wahl des Transportmittels vor allem operativ funktionieren.

Kernkompetenz Transportökologie

Das Konzept der emissionsfreien Auslieferung ist eine Initiative im Sinne des Programms «Eco Balance by Camion Transport». Das Familienunternehmen hat die ökologische Verantwortung in der Firmenphilosophie verankert. Meilensteine die dieses Bekenntnis bestätigen waren der Aufbau des Stückgutshuttles auf der Schiene im Jahr 1985, die Übernahme von Cargo Domizil mit zwei Partnern 1996, die Auszeichnung mit dem Eco Performance Award, wie auch die Zertifizierung der CO2Berechnungsmethode nach EN 16258 für den Stückgut-, Teil- und Wagenladungsverkehr. Dieses Zertifikat trägt Camion Transport als erstes Schweizer Transport- und Logistikunternehmen. Auch die nahe Zukunft zeigt: Es gibt kein Warten auf «die Anderen», man nimmt es selbst in die Hand. Denn ab Mitte 2020 ergänzt ein Wasserstoff-Lkw den Fahrzeugpark des Transportunternehmens, als Ergänzung zur Elektromobilität. Ökologische Transportlösungen stehen immer im Fokus.


Camion Transport AG (CT) gehört zu den führenden Transport- und Logistikunternehmen der Schweiz.

An den 14 Standorten werden pro Tag durchschnittlich 7500 Sendungen und Logistikaufträge bearbeitet. Das Familienunternehmen beschäftigt 1400 Mitarbeitende und betreibt eine Flotte von 630 Fahrzeugen. Mit dem Programm «Eco Balance by Camion Transport» verfolgt CT eine umweltschonende und nachhaltige Unternehmensführung. www.camiontransport.ch

«Eco Balance by Camion Transport»

Die führende Stellung in der Transportökologie ist das Ziel. Camion Transport versucht Ökonomie und Ökologie möglichst im Gleichgewicht zu halten. Dies setzt das Unternehmen mit dem Nachhaltigkeitsprogramm «Eco Balance by Camion Transport» um, welches 2012 mit dem Eco Performance Award prämiert wurde. Dazu gehört auch die kontinuierliche Investition in eine moderne Fahrzeugflotte, die Weiterentwicklung von Dienstleistungen, die Sensibilisierung der Mitarbeitenden sowie die intelligente Kombination verschiedener Verkehrsträger.