CLUB 22 DES EC WIL: SPORTLICHE SYNERGIEN UND KAMERADSCHAFT


Zum zehnten Mal trafen sich die Mitglieder des Club22, der Gönnervereinigung des EC Wil und des Panathlon Clubs, dem Sport-Service Club, zum gemeinsamen Meeting. Für die 22er war es das 25. Meeting. Für beide sportaffinen Vereinigungen also ein Jubiläum. Als Gäste präsentierten Wils Stadtpräsidentin Susanne Hartmann und Raiffeisen Wil Geschäftsführer Beat Bolliger den fast 50 Gäste interessante News.


(Mäni Rüegg)
Die Raiffeisenbank Wil ist Sponsor beider Clubs und zeigte sich erkenntlich mit dem gesponserten Apéro und den Getränken. Aus der Schatulle des Club22 duften EC Wil-Präsident Roger Dietschweiler einen Check über 30’000 Franken für die erste Mannschaft entgegennehmen.

Image hat gelitten

Beat Bolliger erwähnte in seinem Kurzreferat klar, dass die Verfehlungen des ehemaligen allmächtigen Vinzens dem Renommee der Bank kaum förderlich waren. «Zum Glück aber greifen nun die eingeführten Neuerungen und Reorganisationen, welche den einzelnen Banken wieder mehr Einfluss und Mitspracherecht und somit eine Kontrollmöglichkeit geben», so Bolliger. Dass Machtgier aber nicht belohnt würde, sei positiv und man sei nun froh, dass die Bank zwar einen Image aber keinen finanziellen Schaden erlitten habe, so Boliger weiter. Er kündete weitere starke Ergebnisse der Wiler Niederlassung an, auch wenn infolge der Negativzinsen und Mehraufwendungen der Ertrag nach wie vor sehr erfreulich, aber nicht mehr ganz so hoch sei. «Der Raiffeisenbank Wil geht es aber nach wie vor ausgezeichnet», so Bollinger.

Viel Arbeit und noch mehr Geduld

Susanne Hartmann attestierte der Arbeit im Rathaus und für die Stadt Wil gute Noten, bestätigte aber, dass sich viele Projekte aus verschiedenen Gründen manchmal etwas schleppend vorankommen würden. Abklärungen, Einsprachen, Analysen usw. seien nicht immer förderlich, Aufgaben und Projekte so schnell zu verwirklichen, wie dies der Bürger wünschte. Zu den grossen Aufgaben gehören in der nahen Zukunft die Lösung der Schulraumfrage grundsätzlich und eine für alle verträgliche Lösung für das Kathi. Aufgegleist ist an verschiedenen Fronten das Grossprojekt Wil West, das aber sehr komplex sei und langfristig und nachhaltig bearbeitet werden müsse. Obwohl sie sehr gerne Stadtpräsidentin in Wil sei, möchte sie die Chance nutzen im März als neue Regierungsrätin des Kantons St. Gallen gewählt zu werden. Die Frage, ob sie weitere Ziele verfolge liess Hartmann offen und stellte klar, dass sie trotz Wahlkampf mit ganzem Einsatz Stadtpräsidentin sei und es der Zukunft überlasse wie sich ihr politischer Weg weiter entwickeln werde.

Auf dünnem finanziellen Eis

Aus sportlicher Sicht beruhigte EC Wil-Präsident Roger Dietschweiler die Gäste und verabschiedete einige Darstellungen aus dem EC Wil in den Bereich der Gerüchteküche. Mit dem Erreichen der Playoffs habe man das sportliche Ziel erfüllt und sei mit Trainer Andy Ritsch in positiven Gesprächen für die Zukunft. Auch wenn Leistungsträger den EC Wil verlassen werden, konnten man mit anderen die Verträge verlängern und habe gute Kontakte, um mit neuen Akteuren auch in der kommenden Saison wieder eine positive Rolle in der 1. Liga spielen zu können. Dies, obwohl man den finanziellen Gürtel nach wie vor sehr eng schnallen müsse.


Übergabe des 30’000 Franken-Checks an die erste Mannschaft des EC Wil. Geselliger Treff im Hof zu Wil. Club22-Obmann Rodolfo Vettiger (2.v.re.) mit den Gästen (v.li.) Beat Bolliger und Rolf Baumgartner (beide Raiffeisenbank Wil) Stadtpräsidentin Susanne Hartmann und Roger Dietschweiler (EC Wil).