NEUER „LOKFÜHRER“ UND RESOLUTION FÜR ÖV-VERBESSERUNG WIL-GOSSAU-ST.GALLEN


Regierungsrat Beat Tinner war bis Ende Mai Präsident der IGöV Ostschweiz. Sein Nachfolger Jost Rüegg, Kantonsrat TG, übernimmt nun das Amt und übergab seinem Vorgänger gleich eine Resolution zur Verbesserung des ÖVs auf dem Korridor Fürstenland. (Foto: Ralph Dietsche)


Jost Rüegg übernimmt IGöV-Präsidium von Beat Tinner

Während zehn Jahren präsidierte Beat Tinner die Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr (IGöV) Ostschweiz. Auf Grund seiner Wahl in die St.Galler Regierung übergibt er nun sein Amt an den Thurgauer Kantonsrat Jost Rüegg. Dieser nutzt die Gelegenheit, um dem frisch gewählten Volkswirtschaftsdirektor gleich eine Resolution zu überreichen.

Mit Beat Tinner wählte die St.Galler Bevölkerung einen Regierungsrat, der sich in den letzten Jahren stark für einen leistungsfähigen und attraktiven, öffentlichen Verkehr eingesetzt hat. Sowohl als Kantonsrat, wie auch als Präsident der IGöV Ostschweiz hat Beat Tinner einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, dass zum Beispiel der Doppelspurausbau im Rheintal realisiert wird. «Beat Tinner verstand es, der IGöV Ostschweiz eine starke Stimme zu verleihen und die Interessen der Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Verkehrs in der Politik zu vertreten sowie Verbesserungen zu erzielen», würdigt der Thurgauer Kantonsrat und Kreuzlinger Gemeinderat Jost Rüegg die Verdienste von Beat Tinner. Zudem zeigte er sich zuversichtlich, dass in der St.Galler Regierung dem öffentlichen Verkehr die angemessene Beachtung geschenkt wird. «Wir sind hoch erfreut, dass Beat Tinner als bisheriger Präsident der IGöV nun auch als Regierungsrat die Entwicklung der Bahn- und Businfrastruktur mittragen wird», sagt Jost Rüegg, der die IGöV Ostschweiz künftig präsidieren wird.

Bahninfrastruktur stösst an Grenze

Die Stabsübergabe nutzte der neu gewählte IGöV-Präsident Jost Rüegg, um seinem Vorgänger Beat Tinner eine Resolution zu überreichen, an der dieser selbst massgebend mitgewirkt hat. Darin fordert die Interessengemeinschaft auf dem pr. Das Infrastruktur-Projekt soll rechtzeitig für die Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI) 2040 beim Bundesamt für Verkehr eingereicht werden. Dies sei notwendig, da der öffentliche Verkehr in den letzten Jahrzehnten massiv ausgebaut wurde. «Das Angebot und die Nachfrage haben so stark zugenommen, dass das Schienennetz zunehmend an die Kapazitätsgrenze stösst», weiss IGöV-Präsident Jost Rüegg. Deshalb zeigen sich auf der Strecke Wil-St.Gallen zurzeit kaum lösbare Konflikte bei der Fahrplangestaltung. Zudem seien die Anschlüsse in Wil absolut unbefriedigend.

Vorstand wird verstärkt

Um die Interessen der Region Wil im Vorstand der IGöV Ostschweiz zu vertreten, stellten sich Sarah Hug und Kurt Hollenstein bei den Erneuerungswahlen als Vorstandsmitglieder zur Verfügung. Sie ersetzen das scheidende Vorstandsmitglied Urs K. Scheller würdig. Regierungsrat Beat Tinner dankte den Vertretern der IGöV Ostschweiz bei der Übergabe der Resolution auf dem Bahnhof in St.Fiden für ihren Einsatz zu Gunsten des öffentlichen Verkehrs und damit für die Aufwertung der Region: «Es ist wichtig, dass eine vereinte Stimme klare Forderungen stellt, Wünsche anbringt und Verbesserungsvorschläge aufzeigt. Auch wenn nicht alle Anliegen umgesetzt werden, hat sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die IGöV Ostschweiz durchwegs etwas bewirken kann.» Regierungsrat Beat Tinner versichert abschliessend: «Als Regierungsrat werde ich immer ein offenes Ohr für Infrastrukturprojekte haben, mit denen unser Kanton gestärkt werden kann. Es gelte diese Interessen auch auf Bundesebene zu vertreten.»