RIWI SCHMETTERTE DEN BALL KNAPP AN DEN MEDAILLEN VORBEI


Das RiWi-Nationalliga A-Team bestritt am Wochenende in Jona die Meisterrunde «Final4». Nach der knappen Niederlage gegen Leader Diepoldsau musste RiWi die Partie um Bronze spielen. Gegner Neuendorf aber war stärker und verwies die Thurgauer auf den vierten Schlussrang.


(Herbert Brägger) Die erste Halbfinalpartie in der «Final4» wurde am Samstag in Jona vom Qualifikationssieger Diepoldsau gegen den Vierten RiWi gespielt. Ein Sieg vom Aufsteiger aus dem Thurgau gegen den Saisondominator wäre wohl eine Riesensensation gewesen und blieb dann auch aus.

Gute Leistung reichte nicht

Die Partie begann mit einem für RiWi unglücklichen Zwischenfall. Nach der 3:0 Führung im ersten Satz pfiff der Schiri die Partie ab. Es wurde festgestellt, dass die Leinenhöhe nach dem vorgängigen Spiel der Frauen nicht um die zehn Zentimeter für die Männer erhöht wurde. Die Partie wurde neu mit 0:0 angepfiffen. RiWi hatte nun Mühe diesen ärgerlichen Vorfall zu verarbeiten und fand lange nicht ins Spiel. Es dauerte bis zum Satzrückstand von 0:3 bis das Team im vierten Satz endlich seine Höchstleistung abrufen konnte. RiWi zeigte nun überzeugenden Faustballsport und konnte gegen den nun etwas schwächelnden Gegner auf 2:3 verkürzen. Die Partie, welche auf vier Gewinnsätze gespielt werden musste, war wieder offen. Am Ende setzte sich aber doch die Klasse und Routine des späteren Schweizermeisters durch. Diepoldsau sicherte sich mit 4:2 die Finalteilnahme und verwies RiWi ins Bronzespiel. Der Gegner, mit dem RiWi am Sonntag um den dritten Schlussrang kämpfen musste wurde zwischen Widnau und Neuendorf ausgemacht. Diese Partie musste über sieben Sätze gespielt werden, bis der nächste RiWi-Gegner mit Neuendorf feststand.

Bis ganz an die Spitze fehlt noch Einiges

Ohne Hauptschläger Kevin Müller, der sich im letzten Satz gegen Diepoldsau am Knie verletzt hat, musste Rickenbach-Wilen am Sonntag zum kleinen Final antreten. Ein schwerer Mangel, war doch Müller ein entscheidender Akteur bei der tollen Aufholjagd in der Samstagpartie.

RiWi startete trotzdem stark und erkämpfte sich vielversprechend den Startsatz. Die Neuendorfer wurden aber immer besser und fanden zu ihrer Leistung, welche sie schon im Halbfinal gezeigt haben. RiWi spielte weiter gut, aber trotzdem weniger gut als die Solothurner. RiWi zeigte Schwächen im Spielaufbau, denn die Zuspiele waren zu oft ungenau. Der Gegner wusste diese Chance zu nutzen, spielte sich konzentriert mit direktem Spiel zum verdienten 4:1 Sieg und konnte sich die bronzene Auszeichnung umhängen lassen. RiWi aber musste sich mit dem undankbaren vierten Schlussrang zufriedengeben. Das Team spielte trotzdem eine gute Finalrunde, es wurde aber deutlich, dass bis ganz in die Spitze doch noch Einiges fehlt.

RiWi Co-Trainer Jürg Sprenger meint zusammenfassend: «Wir haben trotz guten Leistungen in den beiden Partien zum Teil auch etwas unglücklich gekämpft und die Medaille klar verpasst. Wir sind aber stolz auf die guten Leistungen während der vergangenen Saison und freuen uns, dass wir bei den «Grossen» in der Finalrunde mittun konnten».

In der Finalpartie hatte Diepoldsau dann keine Mühe gegen Nachbar Widnau mit 4:0 den Titel zu holen.

Halbfinal:
RiWi:  Simon Stäbler, Kevin Müller, Philipp Jung, Silvan Jung, Pascal Holenstein, Christian Stäbler, Walter Gantenbein; Trainer/Coach:  Simon Forrer, Jürg Sprenger

Diepoldsau – RiWi       4:2 (2:11/5:11/5:11/11:9/11:4/8:11)

Kleiner Final:
RiWi:  Simon Stäbler, Philipp Jung, Silvan Jung, Pascal Holenstein, Christian Stäbler, Walter Gantenbein; Kevin Müller (verletzt); Trainer/Coach:  Simon Forrer, Jürg Sprenger

Neuendorf– RiWi         4:1 (9:11/11:8/11:5/11:3/11:7)

Einmarsch zur Halbfinalpartie; Diepoldsau (links), FG RiWi (rechts) Mitte Schiri und Linienrichter.
Angriff Kevin Müller.
Angriff Philipp Jung.