ROSENAU KIRCHBERG: NACH CORONA-INFIZIERUNG SCHNELL REAGIERT


Die zwei Wochen nach Karfreitag waren im Wohn- und Pflegezentrum Tertianum Rosenau ziemlich „strub“, wurden doch da in der „Rosenau“, zusammen mit dem Zivilschutz, erfolgreiche Massnahmen getroffen, damit sich das Coronavirus nach einer ersten erfolgten Infizierung (die Krankheit brach Gott sei Dank nicht aus) nicht weiter verbreiten konnte.

Davon – und vor allem auch vom Dank an alle Beteiligten handelt der folgende Artikel.


Tertianum Rosenau: Ein grosses Dankeschön an alle Mitarbeitenden und Helfenden

(Christoph Lampart)

Im Wohn- und Pflegezentrum Tertianum Rosenau in Kirchberg ist es gerade an der Zeit Danke zu sagen, waren doch das Personal in den letzten Wochen mit der Corona Situation sehr gefordert.

Die Geschäftsführerin des Tertianum Rosenau, Margrit Fässler, blickt auf eine anspruchsvolle Zeit zurück, welche 14 Tage dauerte. «Wir haben unser volles Schutzkonzept zusammen mit dem Zivilschutz, innert Tagesfrist umgesetzt, was sich als sehr wirksam erwies. Dank des grossen, Einsatzes unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der fantastischen Hilfe des Zivilschutzes konnten wir die gefährliche Ausgangslage aber sehr gut und schnell meistern», freut sich Fässler.

Was der Tertianum Rosenau dabei zur Hilfe kam, war der Umstand, dass sie in Sachen Schutzmaterialien gut vorgesorgt ist. «Wir waren von den Desinfektionsmitteln über die Masken bis hin zu den Ganzkörperschutzanzügen vom ersten Tag an top ausgestatten», weiss Fässler. Auch wurde frühzeitig der Zuzug von Hilfskräften ins Auge gefasst und alle Gäste oder Mitarbeiter, die eine erhöhte Temperatur hatten, aufs Corona-Virus hin untersucht. «Wir haben intensiv getestet, und wussten somit schnell, woran wir waren», so Fässler.

Zivilschützer leisten über 500 Stunden

Diese gute Vorbereitung führte dazu, dass die Verantwortlichen der Zivilschutzorganisation Region Toggenburg (RZSO) binnen einer Stunde nach der Kontaktaufnahme wussten, was zu tun war. «Wir organisierten auf den nächsten Tag einen Schutzdienst mit Triage-Zelt und weiteren hygienischen Vorrichtungen und waren dann 14 Tage vor Ort für die Rosenau-Gäste im Einsatz», resümiert Samuel Fust, Kirchberg, seines Zeichens stellvertretender Kommandant der RZSO, und bei dieser für die Betreuung zuständig.

Bis zum Einsatzende sammelten sich genau 576 Einsatzstunden an. «272 Stunden entfielen auf die Bereiche Sicherheit, Zutrittskontrolle, Wegleitung und Einhaltung Hygiene und fast gleich viele Stunden, nämlich 270, kamen durch die Betreuung der Rosenau-Gäste hinzu. Weitere vier Stunden benötigten wir für Aufbauarbeiten», so Samuel Fust. Alles in allem seien die Zivilschützer «sehr gut vom hilfsbereiten und sehr engagierten Rosenau-Team aufgenommen» worden, was «sehr zur Motivation der Zivildienstleistenden» beigetragen habe, erklärte Fust.

«Es war ein sehr wertvoller Einsatz»

Auch Margrit Fässler möchte die Zusammenarbeit mit dem Zivilschutz nicht missen. «Es war ein wertvoller Einsatz, half er uns doch dabei, dass wir den Betrieb reibungslos aufrechterhalten konnten. Gerade dann, als wir einige Ausfälle unter unseren Pflegenden hatten, waren wir froh über die Hilfe des Zivilschutzes, der bewirkte, dass sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Arbeit weitgehend auf ihre Kernkompetenzen beschränken konnten.». Zugleich betonte Fässler jedoch, dass das Rosenau-Personal sich auch in diesen anspruchsvollen Tagen eine persönliche und liebevolle Pflege und Betreuung unsere Gäste im Vordergrund stand.

„Dafür bin ich – und sicherlich auch unsere Gäste – allen sehr dankbar»

Zu guter Letzt hätten aber auch viele Menschen, die nicht so im Fokus der Allgemeinheit stünden, das ihrige zum Meistern dieser Herausforderung beigetragen: die verständnisvollen Angehörigen, die stets einsatzbereiten Hausärzte, die Politische Gemeinde Kirchberg, welche nachfragte, ob Hilfe von Nöten sei, oder der Chef des «Restaurant Toggenburgerhof», der eine Mitarbeiterin einige Tage unterstützend zur Seite stellte .«Diese Solidarität zu spüren, hat uns ganz viel bedeutet», freut sich Fässler.

Umzug am 2. Juni 2020

Freuen dürfen sich alle Gäste und Mitarbeiter der Tertianum Rosenau bereits heute auf einen bevorstehenden Höhepunkt – nämlich auf den zeitnahen Umzug in die neue Tertianum Rosenau an der Spelterinistrase 8 in Bazenheid: «Aktuell befinden wir am Einrichten des neuen zu Hause. Am 2. Juni ist es dann so weit; und beim Umzug nach Bazenheid dürfen wir wieder auf die Hilfe der RZSO zählen, wofür wir sehr dankbar sind», betont Fässler.

Die Angehörigen der Zivilschutzorganisation Region Toggenburg (RZSO) wendeten während 14 Tagen in der Tertianum Rosenau 546 Mannsstunden für die Betreuung der Gäste und die Sicherstellung der Hygienevorschriften auf. (Bild: Pascal Walther/pd.).