RUEDI KIENZLER: ZUCKENRIETER URGESTEIN GEHT IN PENSION


Nach 49 Dienstjahren bei der Zuckenrieter Bauunternehmung Schlauri & Holenstein geht Bauführer Ruedi Kienzler in Pension und tritt seine dritte Lebensphase an.


(Ernst Inauen)
„Wir bedauern den Austritt von Ruedi Kienzler aus unserer Firma. Damit geht nach so vielen Jahren doch enormes Know-how verloren. Dennoch gönnen wir unserem Kollegen und Freund den wohlverdienten Ruhestand“, sagte Firmenchef Othmar Schlauri. Am letzten Arbeitstag des Neupensionärs verabschiedeten Othmar und sein Bruder Stefan Schlauri und die ganze Belegschaft den beliebten Mitarbeiter gebührend. Er wird zwar seinen designierten Nachfolger als Bauführer noch eine Zeit lang begleiten und in seine Aufgaben einführen. Dann aber möchte er wieder vermehrt seine Freizeit geniessen, Bergtouren unternehmen und in seinem Heimatdorf die Geselligkeit pflegen.

Der Firma treu geblieben

Ruedi Kienzler (1954) wuchs in Zuckenriet auf. Nach der Schulzeit trat er 1970 bei der Baufirma Othmar Schlauri die Lehre als Maurer an. „Schon früh wusste ich, dass ich einen handwerklichen Beruf erlernen und in Zuckenriet bleiben möchte. Weil schon mein Vater bei der Firma Schlauri angestellt war, bot sich seine angestrebte Möglichkeit an“, erzählte Kienzler. Schon drei Jahre nach Lehrabschluss besuchte er die Polierschule in St.Gallen und schloss eine Weiterbildung zum Technischen Kaufmann an. Aus gesundheitlichen Gründen zog er später einen Berufswechsel in Betracht. Weil jedoch ein leitender Mitarbeiter den Betrieb verliess, fühlte er sich zum Verbleib verpflichtet. Er absolvierte die Ausbildung zum Bauführer, eine Funktion, die er in der Folge rund 33 Jahre ausübte.

Nachhaltige Zeugen seiner Tätigkeit

In Zuckenriet selber, aber auch in der Region und bis in den Thurgau war Ruedi Kienzler als Bauführer massgeblich beteiligt an nachhaltigen Bauprojekten. „Das Schöne an unserem Beruf ist die aktive Mitgestaltung von Projekten und dass man nach deren Abschluss stolz auf den fertigen Bau sein kann. So bleiben doch Aufträge wie die Schulhauserweiterung in der Sproochbrugg mit der neuen Turnhalle oder die Schulhauserweiterung in Zuzwil ebenso in guter Erinnerung wie der Bachdurchlass beim Dorfeingang“, erinnert sich Kienzler. Diese positiven Erfahrungen treffen auch bei der ausgezeichneten Teamarbeit mit der Geschäftsleitung, den Kunden und den Mitarbeitenden zu. Das Urgestein von Zuckenriet diente seinem Dorf auch in öffentlichen Funktionen. So wirkte er unter anderem als Baufachmann 16 Jahre in der Dorf- und Wasserkorporation, davon zwölf Jahre als Präsident.

Ruedi Kienzler vor Projekt-Bildern zusammen mit Geschäftsführer Othmar Schlauri (links) und Architekt Stefan Schlauri (rechts).
Auch das grosse Betonfahrzeug erwies Ruedi Kienzler die Ehre.