SAINT CITY ORCHESTRA IN DER EINTRACHT, KIRCHBERG


Einer der Höhepunkte am Eintracht-Kirchberg-Festival steht am 28. Dezember 2018 mit dem Konzert des Saint City Orchestra auf dem Programm.

Das St. Galler Quintett begeistert mit mitreissendem Irish Rock das Publikum. Man muss die Ostschweizer nur einmal live erlebt haben, um zu verstehen, wieso ihnen ein dermassen starker Ruf vorauseilt. Drei Stimmen, zwei Gitarren, eine Mandoline, ein Akkordeon, eine Geige, ein Bass und ein Tamburin. Sie heizten im letzten Sommer am Spektakulair Kirchberg bereits gehörig ein und verwandelten das Open Air Gelände in eine irische Festhütte.



Steiler Aufstieg

Viele Musikkarrieren verlaufen eher holprig und mit vielen Umwegen. Das Saint City Orchestra scheint aber nur einen Weg zu kennen: geradlinig und steil nach oben. Erst gut vier Jahre ist es her seit der – man könnte fast sagen zufälligen – Bandgründung. Gestärkt von über 100 Konzerten entschied sich die Schweizer Antwort auf Flogging Molly, Dropkick Murphys und Mumford & Sons im Juni 2017 die erste Single «Knights & Thieves» zu veröffentlichen. Zwei Monate später folgte die selbstbetitelte Debüt-EP.

Ihr Zuhause ist die Bühne

Ihr Zuhause ist und bleibt aber die Bühne und so tourten sie ununterbrochen weiter und sorgten quer durchs Land für schweissdurchtränkte T-Shirts. Die Clubs wurden grösser und voller, sie wechselten von Neben- auf Hauptbühnen und begeisterten auch die Zuschauer an grossen Openairs wie dem Gurtenfestival oder dem Openair St. Gallen. Das Quartett qualifizierte sich für das Emergenza-Weltfinale und rockte auch in Deutschland und Tschechien (Support von Chechomor mit 3‘000 Besuchern).

Erstes Album

Neben dem Tourbus traf man die Ostschweizer auch immer wieder im Studio, wo sie ihr erstes Album aufnahmen. Der Opener «I’m Alright» gibt gleich die Stossrichtung vor. Akkordeon, Gitarre und Geige marschieren stramm voran, lassen kein Tanzbein still und den Refrain kann man auch mit einigen Irish Beers intus noch mühelos mitbrüllen. Das motivierende «Sticks and Stones» und das rauhe «I’m A Punk» halten das Tempo hoch bis das bereits als Single ausgekoppelte «Mr. & Mrs.» (eingespielt mit der Sängerin MADYX aus Los Angeles) für eine augenzwinkernde Ruhepause sorgt. Für ihre Verhältnisse sanft kommt «Set Sail» daher und man kann sich bereits ein Meer von Feuerzeugen bei den Konzerten vorstellen. Nach dem von einer schönen Akustikgitarre getragenen und mit eingängigem Chörchen bestückten «A Conmans Creed» endet aber die Verschnaufpause und die Ostschweizer wechseln zurück auf ihr gewohntes Energielevel. «Look Like Gold» ist nicht nur ein ultimativer Ohrwurm, sondern dürfte auch zu einem Live-Favoriten mutieren. «Saint City My Pride» verfrachtet schliesslich St. Gallen mitten ins Herzen von Irland.

„Irish Pubs Konzerthallen“ bald auch im Ausland

Dass der letzte Song den Namen «That’s Not The End» trägt, ist kein Zufall. Auf den Meilenstein des ersten Albums sollen schon bald weitere folgen. Dies bedeutet konkret die Expansion in Europa wofür man sich bereits Bookingagenturen in Deutschland und Tschechien ins Boot geholt hat. Auf ihrer «Set Sail Album Release Tour» stehen zudem auch Gigs in Österreich und den Niederlanden auf dem Programm. Vorsichtig wird auch bereits der Schritt nach Übersee vorbereitet. Es ist also absehbar, dass schon bald nicht nur die Schweizer Konzerthallen in ein wildes Irish Pub verwandelt werden. Mit den Songs von «Chaos» hat das Saint City Orchestra nun genau das richtige Songmaterial für eine Expansion und den weiteren Weg nach oben.