STADT WIL: RECHNUNG 2018 MIT PLUS VON 1,75 MILLIONEN FRANKEN


Die Rechnung der Stadt Wil schliesst in einem guten wirtschaftlichen Umfeld positiv ab. Anstelle des budgetierten Defizits von 1,69 Millionen Franken bleibt ein Plus von 1,75 Millionen Franken. Hauptgrund dafür ist die überdurchschnittliche Entwicklung der Steuereinnahmen.

Problemfelder sind die steigenden Kosten für die Sozialhilfe und das Asylwesen. Auch der Realisierungsgrad von 41% bei den Investitionen bleibt ein Sorgenkind.


An der Medienkonferenz vom 13. März 2019, um 10:00 Uhr: v.l. Stephan Schüle, Leiter Finanzverwaltung, Susanne Hartmann, Stadtpräsidentin, Daniel Meili, Stadtrat, Vorsteher TBW, und Goar Schweizer, Kaufmännischer Leiter TBW.

(Stadt Wil) Bei den Einkommens- und Vermögenssteuern natürlicher Personen wurden ausserordentlich hohe Nachzahlungen fällig. Dieser Einmaleffekt führte zu einer Verbesserung gegenüber dem Budget um 1,18 Millionen Franken. Auch allgemein konnte die Stadt Wil höhere Steuereinnahmen verzeichnen. Damit stieg der Fiskalertrag gegenüber dem Budget um 3,10 auf 92,19 Millionen Franken.

Die Verwaltung hat im vergangenen Jahr kostenbewusst gearbeitet. Aufgrund von Mutationsgewinnen fiel zudem der Personalaufwand um 620‘000 Franken geringer aus als budgetiert. Beim Sach- und Abschreibungsaufwand konnten rund 2,2 Millionen Franken eingespart werden. Bei einem Gesamtaufwand von 162,93 Millionen Franken bleibt somit ein Ertragsüberschuss von 1,75 Millionen Franken. Dieser soll dem freien Eigenkapital zugewiesen werden.

Problemfeld: die stetig steigenden Sozialhilfekosten.

Sozialhilfe und Realisierungsgrad bleiben Sorgenkinder

Sorgen bereiten dem Stadtrat nach wie vor die stark steigenden Ausgaben in der Sozialhilfe und im Asylwesen. Auch der Realisierungsgrad von 41 Prozent, welcher Nettoinvestitionen von 7,80 Millionen Franken entspricht, muss künftig höher ausfallen.

Die Steuersenkung um 9 Prozentpunkte konnte im 2018 aufgefangen werden. Die Nettoschulden sanken weiter. Damit hatte die Stadt Wil per Ende 2018 eine Nettoschuld pro Einwohnerin und Einwohner von 1‘799 Franken.

Technische Betriebe mit solidem Ergebnis

Die Technischen Betriebe Wil verzeichneten 2018 ein Plus von 4,18 Millionen Franken und liegen damit nur unwesentlich unter dem Budget. Die Abgaben an die Stadt reduzieren sich somit auch leicht auf 5,65 Millionen Franken. Der Gesamtumsatz beläuft sich auf 69,48 Millionen Franken.

Bei der Elektrizitätsversorgung zeigt sich ein leicht rückläufiger Stromverkauf über alle Kundenkategorien. Der Gasabsatz fiel aufgrund des milden Winters tiefer aus. Erwartungsgemäss reduzierte sich aufgrund des Technologiewandels die Anzahl der reinen TV-Grundanschlüsse beim Kommunikationsnetz. Die Teilnehmerzahlen in den Bereichen Internet und Telefonie konnten aber trotz der starken Konkurrenz weiter gesteigert werden.

Daniel Meili: „Wir streben einen weiteren Ausbau der Thurcom-Kundenzahlen an und werden auf das Weihnachtsgeschäft 2019 ein Mobile-Angebot auf den Markt bringen.“


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