STÄNDERATSPODIUM IM PFALZKELLER MIT GROSSEM ZULAUF


Am 10. März 2019 wählt das St.Galler Stimmvolk die Nachfolgerin oder den Nachfolger von Bundesrätin Karin Keller-Sutter in den Ständerat. Am 19. Februar 2019 organisierte das St. Galler Tagblatt eine Podiumsdiskussion im Pfalzkeller, St. Gallen. Die verbalen Klingen wurden einmal mehr gekreuzt. Neu kamen die Themen HSG und Frauenquote aufs Tapet.


(JAG) Gegenüber der Podiumsdiskussion in Bütschwil am 7. Februar 2019 kochte das Wasser etwas heisser, insbesondere zum Themen „zeitlich beschränktes Doppelmandat“ von Beni Würth. Dafür sorgte der für viele aufgrund des Zeitpunkts etwas durchsichtige und als rein wahltaktisch verstandene Vorstoss der SVP für ein neues Verbot von Doppelmandaten.

Die Kandidierenden Susanne Vincenz-Stauffacher (FDP), Beni Würth (CVP), Mike Egger (SVP) und Patrick Ziltener (Grüne) stellten sich den Fragen, moderiert durch die Tagblatt-Chefredaktoren Stefan Schmid und Andri Rostetter.

Bei den tangierten Themen kamen neu die Führung der HSG und eine mögliche Frauenquote zur Diskussion: Würth sprach sich für eine differenzierte Auseinandersetzung und gegen ein „Bashing“ der HSG aus. Susanne Vincenz-Stauffacher könnte sich künftig Frauenquoten bei Wahlen vorstellen.

Beni Würth ist sich seiner Stärke mit seinem Fach- und Erfahrungswissen bewusst und hat zweifelsohne das beste nationale Netzwerk unter den Kandidierenden.

Susanne Vincenz-Stauffacher verwies darauf, dass der vakante Sitz seit 23 Jahren von einer liberalen Frau besetzt war und dass sie in diese Fussstapfen treten will.

Mike Egger betonte seine Unabhängigkeit und gab auch seinen Verzicht auf die Verteilung von Lobby-Pässen in Bern bekannt.

Für Patrick Ziltener ist eine dauerhaft grüne Politik wichtig, die es brauche, damit nachhaltige Lösungen realisiert werden. Es soll nicht nur umgesetzt werden, was via „Twitter“ von oben komme.


Ein voller Pfalzkeller mit alters- und gesinnungsmässig durchmischtem Publikum.
Das grosse Interesse zeigte sich schon vor Beginn der Veranstaltung.