WILER WEIN MIT REKORD OECHSLE-GRAD VON 102


Die Wimmet beim Rebberg der Ortsgemeinde Wil ergab eine Menge von 12,1 Tonnen Trauben. Beim Oechsle-Grad gibt es einen Rekordwert. Rebwart Edi Kümin und seine Frau Burgi sind zufrieden. Im Bild der Rebberg oberhalb der Bürgertrotte in Wil.


(ph) „Ein sehr guter Wert“, sagt Edi Kümin. Der Rebwart des Rebbergs der Ortsgemeinde Wil freut sich über die 102 Oechsle der Blauburgunder-Trauben. „Das wird ein guter Wein.“ Es ist ein Wert, der in den vergangenen 36 Jahren, während denen Edi und Burgi Kümin den Rebberg in Wil und Bronschhofen bereits bewirtschaften, noch nie vorgekommen ist. Grund für den hohen Oechsle-Grad sind der trockene und heisse Sommer sowie Herbst. Auch bei den Regent-Trauben führt die vorteilhafte Witterung mit einem Oechsle-Grad von 88,27 zu einem Rekord. Die Müller-Thurgau-Trauben verfügen über einen Wert von 80,53.

Gesellschaftlicher Anlass

70 Personen – Wiler Bürgerinnen und Bürger sowie Einwohnende der Äbtestadt und Bekannte des Rebwart-Ehepaars – halfen bei der Wimmet. Dabei geht es nicht nur um das Ablesen der Trauben, die Wimmet ist auch ein gesellschaftlicher Anlass, bei dem sich viele der Teilnehmenden jedes Jahr treffen, gemeinsam zu Mittag essen sowie Kaffee und Kuchen zu sich nehmen. Einige der Helfenden sind schon seit etlichen Jahren mit dabei. In diesem Jahr ernteten sie auf der Fläche von circa. 160 Aren eine Gesamtmenge von 12,1 Tonnen (Blauburgunder: 6,2 Tonnen; Müller-Thurgau: 4,5 Tonnen; Regent: 1,4 Tonnen). Die Trauben wurden in Bottichen à 400 Kilogramm gesammelt und von der Rutishauser Weinkellerei aus Scherzingen, die den Wein keltert, abgeholt. Aus den Weintrauben entstehen der Stadtwy (weiss und rot) sowie der Wiler Gold (Federweisser, dh. aus Rotweintrauben gekelterter Weisswein).

„Eine gute Ernte“, sagt Edi Kümin. Die stattliche Menge freut ihn umso mehr, da er und seine Frau Burgi jeweils auf die Wimmet hinarbeiten. Denn bei der Traubenlese zeigt sich das Ergebnis der Arbeit, die den Rest des Jahres über geleistet wird. In diesem Jahr sind keine nennenswerten Schwierigkeiten aufgetaucht, wie auch die Wimmet ohne Zwischenfälle abgelaufen ist. Nun ist Edi Kümin bereits wieder mit der Pflege des Wiler und Bronschhofer Rebbergs beschäftigt, damit dank der guten Vorbereitungsarbeiten die Wimmet 2019 ähnlich erfolgreich verläuft wie die Traubenlese 2018.