„WIR MÜSSEN UNS FÜR EINE WENIGER BELASTETE UMWELT EINSETZEN“


Neue Studien aus Europa und den USA legen den Schluss nahe, dass die starke Umweltbelastung durch Schadstoffe in der Luft ein wesentlicher Faktor für geschwächte Immunsysteme und die damit verbundene höhere Todesrate von Corona-Infizierten in gewissen Regionen wie Hunan (China) und Norditalien ist.


Mehrere Experten erklärten bereits, dass die Situation etwa in Norditalien nicht nur mit dem Coronavirus zu tun habe, sondern auch mit lokalen Risikofaktoren wie extremer Luftverschmutzung, Massenpanik, kollabierter Alterspflege, und der Ausgangssperre selbst. Auch in Italien liege das Medianalter der Verstorbenen bei 81 Jahren und 99% hätten Vorerkrankungen gehabt.


Über aktuelle Umweltbelastungen sprachen wir mit Rudolf Kern, Kantonal Appr. Heilpraktiker aus der Ostschweiz.

Was gibt es für Umweltbelastungen, die unser Immunsystem gefährden?

Rudolf Kern: „Es gibt zahlreiche, auch unsichtbare Umweltbelastungen durch hormonähnliche Substanzen wie Plastik, Weichmacher, Glyphosat oder heute verbotene Spritzmittel wie DDT usw., die nur zum Teil abgebaut sind. Unsichtbar sind auch radioaktive Belastungen wie jene aus Tschernobyl vom 26. April 1986. Inzwischen sind 34 Jahre vergangen und erst 34% des radioaktiven Isotops Caesium 137 wurde bisher abgebaut. Dazu kommen die Belastungen aus dem Jahre 2011 (Fukushima), die sich ebenfalls in den Schilddrüsen ablagern.“

Und die Luftqualität?

„Schiffe verbrennen Rohöl, Flüge nach Mallorca gibt es für weniger als 60 Franken, die Industrieballungszentren produzieren nicht nur extrem viele Güter, sondern auch viele Abgase, die Zahl und Intensität von Waldbränden nimmt zu. Es ist also kein Zufall, dass diese Entwicklungen und der Klimawandel im allgemeinen für hohe Belastungen in unserer Atemluft sorgen, die für unsere Lungen zur Herausforderung werden.“

Auswirkungen der Corona-Pandemie unser eigenes Werk?

„Noch nie hatten wir so ein Chaos in der Umwelt und Covid-19 könnte nur der Anfang sein. In der Natur zerstört sich alles selber, was wuchert. Es gab immer Seuchen und es wird auch immer Seuchen geben. Ich behaupte das Ganze ist hausgemacht.“

Welche Rolle spielt die Hygiene?

„Hygiene spielt eine grosse Rolle, vor allem in den Arztpraxen und Spitälern. Länder mit hohen Todeszahlen haben – wie beispielsweise Spanien – ein desolates Gesundheitssystem. Die Qualität ist nur gut für reiche Personen, die sich das leisten können.“

Was können wir daraus lernen?

„Wir müssen alle mehr auf die Umwelt und somit auch auf unsere Gesundheit achten. Wir müssen weg von der Wegwerfgesellschaft, weg von der billigen Massenproduktion. Bio-Produkte sollten nicht angeschrieben sein, es sollten die übrigen Produkte mit Warnhinweisen auf Rückstände deklariert werden. Gesunde Produkte sollten mehr gefördert werden, damit unsere Landwirtschaft nicht mehr auf Spritzmittel angewiesen ist. Zurück zur Natur sollte nicht nur ein Schlagwort sein. Anstelle von englischen Rasen und Steingärten sind viel mehr natürliche Wiesen und Biotope mit Büschen gefragt, damit Bienen wieder Pollen finden und wir als Menschheit wieder leben und nicht nur überleben können.“

(JG/Rudolf Kern)