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Kanton SG
03.12.2021
03.12.2021 22:43 Uhr

WPO: Unternehmer durften in die Kristallkugel schauen

Trendforscher David Bosshart: "Diese Region muss sich, auf den eigenen Stärken aufbauend, noch mehr vernetzen." Bild: jg
Die Teilnehmenden am 2. WPO-Unternehmeranlass vom 2. Dezember 2021 kamen in den Genuss eines abwechslungsreichen Programms. Referent war der in Münchwilen aufgewachsene, international bekannte Trendforscher Dr. David Bosshart. Dieser skizzierte die wichtigsten Entwicklungen, die seiner Meinung nach unsere Zukunft bestimmen werden, und erläuterte die daraus entstehenden Chancen und Risiken.
Unter der Teilnehmenden am WPO-Anlass waren auch die St.Galler Regierungsräte Susanne Hartmann, Marc Mächler und Beat Tinner. Bild: jg

Nach dem Eintreffen der rund 140 Teilnehmenden in der Autowelt von Rotz, Münchwilen, dankte WPO-Präsident Hansjörg Brunner für das Erscheinen. Anschliessend informierte Geschäftsführer Robert Stadler über die erfolgreiche Entwicklung des Wirtschaftsportals Ost in den letzten Monaten und gab einen Ausblick auf die Aktivitäten im Jahr 2022.

Vor dem Referat von Dr. David Bosshart moderierte WPO-Kommunikationschef Timon Kobelt einen Generationen-Talk mit Melissa Gasser-Miesch (WPO-Impuls-Siegerin), Marc Zuppiger (Future Leader Apprentices & Trainees bei Bühler Group Uzwil), Flavia Scheiwiller (Präsidentin Junge Mitte Thurgau) und dem Referenten. Dabei wurde sowohl die Attraktivität als auch das Zukunftspotential unserer Region diskutiert.

Dr. David Bosshart machte in seinen Ausführungen auch deutlich, dass Wohnmöglichkeiten mit guten ÖV-Anschlüssen und frische, gesunde Luft zu Erfolgsfaktoren werden. Den "brain drain" nach Westen in Richtung Winterthur und Zürich könnte seiner Meinung nach am besten mit dem Aufbau einer Hochschule begegnet werden, weil sich darum herum auch wieder attraktive Unternehmen ansiedeln würden.

Strategische Vorteile sieht er bei den Städten, weil sie schneller für ein grosses Wirtschaftsgebiet mit mehreren hunderttausend Einwohner Entscheidungen fällen und Projekte umsetzen können. Er ist der Meinung, dass die Städte die Entwicklung treiben und andere zurückfallen werden.
(Anmerkung der Redaktion: David Bosshart hat es nicht explizit gesagt, aber es ist tatsächlich eine besondere Herausforderung, die viel Energie, Geld und Zeit benötigt, wenn 23 Gemeinden und zwei Kantone ein Grossprojekt wie WILWEST umsetzen. Da hätte es eine Stadt wie Zürich sicher einfacher. Wäre aber auch bei uns möglich, wenn nach einer Fusion der Kantone SG, TG, AR und AI zum Kanton Säntis auch die 23 Gemeinden zur Landstadt "Regio Wil" fusionieren könnten. Für solche Schritte in die Zukunft sind wir aber wohl zu konservativ und sehen keine Not zum Handeln.)

Kurzer Ausschnitt aus dem Referat von Dr. David Bosshart:

Nach dem Referat bot sich Gelegenheit für weitere Diskussionen mit dem Referenten.. Bild: jg
Dank genügend Platz im von Rotz-Showroom konnte der Apéro regelkonform im Sitzen genossen werden. Bild: jg
Jürg Grau