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Sport Regional
17.12.2019
06.09.2020 15:43 Uhr

MARTIN SENN: "VORSICHT, BETRÜGER HABEN WILER VEREINSKASSEN IM VISIER!"

(JG) Martin Senn, Präsident der IG Wiler Sportvereine, hat den Vereinen am 17. Dezember 2019 per E-Mail eine  Warnung zukommen lassen. Betrüger seien wieder unterwegs, welche die Vereinskassen der Ostschweiz im Visier haben. Die Kriminellen wollen die Finanzchefs und Kassiere der Vereine dazu verleiten, Zahlungen an sie vorzunehmen.

Wie funktioniert die "Präsi-Masche"?

Unbekannte erkunden im Internet die Organisation eines Vereins und senden im Namen eines Vorstandsmitgliedes (z.B. im Namen des Präsidenten) ein Mail an den Kassier oder den Finanzverantwortlichen. Der Mailabsender wird beim Empfänger korrekt angezeigt. Inhalt des Mails ist sinngemäss, dass eine Banküberweisung gewünscht wird. Es wird angefragt, ob dies jetzt möglich sei. Nach der Bestätigung werden umgehend ein Betrag und die Kontodaten für die angeblich gewünschte Überweisung geschickt. Einmal getätigte Überweisungen können in der Regel nicht rückgängig gemacht werden, weil die Beträge von den Betrügern via mehrere Konten ins Ausland verschoben werden. Was kann präventiv getan werden? Die Kantonspolizei St.Gallen hat die Finanzverantwortlichen der Vereine schon letztes Jahr um die Weihnachtszeit zur Vorsicht aufgerufen, wenn der Präsident, bzw. die Präsidentin oder ein anderes Mitglied per Mail um eine Zahlung bittet, die vorher nicht besprochen wurde. Markus Rutz, Mediensprecher Kantonspolizei St. Gallen sagte damals: "Als ergänzende Präventivmassnahme rät die Kantonspolizei St.Gallen im konkreten Fall, Vereinshomepages nicht mit persönlichen Daten der Finanzverantwortlichen zu befüllen. Diese Angaben verwenden die Betrüger, um die Tat vorzubereiten und durchzuführen." Was tun, wenn der Verein geschädigt wurde? Markus Rutz: "Allfällig Geschädigte sollen sich bei der zuständigen Polizeistation melden und eine entsprechende Anzeige erstatten."

Wil24