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Wirtschaft
25.05.2020
06.09.2020 16:13 Uhr

WIRTSCHAFTSPORTALOST WIRD EIN JAHR ALT

Die erste Delegiertenversammlung der regionalen Wirtschafts- und Standortorganisation WirtschaftsPortalOst (WPO) musste aufgrund der Massnahmen gegen das Corona-Virus schriftlich durchgeführt werden. Die WPO-Delegierten aus Wirtschaft und Politik genehmigten unter anderem das Mehrjahresprogramm mit den strategischen Leitlinien und Handlungszielen des Vereins einstimmig. Der Rückblick auf die ersten Vereinsmonate fiel insgesamt erfreulich aus: Der Verein konnte mehr Mitglieder gewinnen als erwartet und der erste Anlass mit Bundesrätin Karin Keller-Sutter war mit 180 Teilnehmenden und sehr positiven Reaktionen ein voller Erfolg.

(pd) Ende Mai 2019 wurde die neue regionale Wirtschafts- und Standortorganisation WirtschaftsPortalOst aus der Taufe gehoben. Ein knappes Jahr später hätte die erste ordentliche Delegiertenversammlung auf das Gründungsjahr zurückblicken sollen. Aufgrund der Einschränkungen rund um das Corona-Virus musste die Versammlung jedoch abgesagt werden. Die elf Delegierten aus Wirtschaft und Gemeinden fällten ihre Entscheide auf dem Zirkularweg. Wie der WPO-Jahresbericht 2019 aufzeigte, ist der Start des Vereins geglückt. So konnte das WirtschaftsPortalOst nicht nur mehr Mitglieder gewinnen als geplant, sondern führte einen sehr erfolgreichen ersten Anlass mit Bundesrätin Karin Keller-Sutter durch und konnte dank einer gelungenen Kampagne und hoher medialer Präsenz in der Region bereits gut als neue Standortmarke eingeführt werden.

Kräfte bündeln zugunsten besserer Rahmenbedingungen

Die Delegiertenversammlung folgte bei der schriftlich durchgeführten Abstimmung allen Anträgen des Vorstandes einstimmig und stärkte dem noch jungen Wirtschaftsverein den Rücken. So wurde das Mehrjahresprogramm mit den strategischen Leitlinien und Handlungszielen genehmigt. Aufgeteilt in die fünf Aktionsfelder Standortidentität, Standortentwicklung, Standortmarketing, Standortbetreuung und Standortcommunity sind klare Ziele definiert, die bis 2022 erreicht werden sollen. Eines der Ziele von WPO ist, die Region als wettbewerbsfähiges und innovatives «Wirtschaftsportal zur Ostschweiz» zu positionieren, das Fachkräften beste Entwicklungsperspektiven bietet. Durch den Ausbau und die Bündelung des regionalen Netzwerks aus Unternehmen und Politik erreicht WPO zudem eine stärkere Kraft, um die wirtschaftliche Entwicklung in der Region zu unterstützen und die Rahmenbedingungen zu verbessern.

WPO strahlt über die Region hinaus

Die Delegierten stimmten auch über zwei Änderungen der Statuten ab. Die ersten Monate haben gezeigt, dass sich das Interesse am WirtschaftsPortalOst nicht nur auf die Lebens- und Arbeitsregion Wil beschränkt. Von Anfang an wollten auch Unternehmen, die ihren Firmensitz ausserhalb der Region haben, WPO-Mitglied werden. Mit der beschlossenen Anpassung der Statuten wird ihnen eine Mitgliedschaft ermöglicht – wenn auch zu einem etwas höheren Mitgliederbeitrag.

Eine zweite Statutenanpassung betraf die Zusammensetzung der WPO-Wirtschaftskommission. Damit die Kommission möglichst breit aus verschiedenen Branchen, Unternehmensgrössen und Persönlichkeiten zusammengesetzt sein kann, wurden die in den Statuten festgelegten Vorgaben offener formuliert. Die weiteren Anträge zur Genehmigung von Rechnung und Budget wurden ebenso gutgeheissen wie die gleichbleibenden Mitgliederbeiträge.

«Wir sind stark – nicht allein, aber gemeinsam»

WPO-Präsident Hansjörg Brunner schreibt im Vorwort des WPO-Geschäftsberichtes, wie die Welt jetzt – ein Jahr nach der Gründung – eine andere sei. Das Corona-Virus dominiere alles und führe zu existenziellen Unsicherheiten. Das öffentliche und soziale Leben sei weitgehend eingestellt und Veranstaltungen abgesagt. Das stellt gerade einen jungen Verein, der sich auf die Fahne geschrieben hat Wirtschaft und Politik in der Region zu vernetzen, vor Herausforderungen. «Jetzt sind Demut, Gemeinsinn und Solidarität gefragt», ist Brunner überzeugt. Nebst all den negativen Folgen spüre er auch erfreuliche Veränderungen. Zum Beispiel das Bewusstsein, dass wir stark sind – nicht allein, aber gemeinsam. Das WirtschaftsPortalOst könne einen wichtigen Beitrag dazu leisten.

Viele Neumitglieder trotz wirtschaftlicher Unsicherheit

Dass viele Unternehmerinnen und Unternehmer das ähnlich sehen, zeigt die Entwicklung bei den neu eingetretenen WPO-Mitgliedern. Der landesweite Lockdown und die grosse Verunsicherung über die wirtschaftliche Entwicklung haben keineswegs dazu geführt, dass der Zuwachs an Mitgliedern gestoppt hätte – im Gegenteil. Während des Lockdowns haben sich sogar mehr Unternehmen für eine Mitgliedschaft angemeldet als zuletzt. WPO zählt – ein Jahr nach der Gründung – bereits 211 Mitglieder und hat damit die selbst gesteckten Ziele bei der Mitgliedergewinnung übertroffen.

Delegiertenversammlung 2021 in Jonschwil

Die Planung der nächsten Delegiertenversammlung hat bereits begonnen. Diese findet am 1. April 2021 bei der Firma Elkuch Eisenring AG in Jonschwil statt. Dann werden auch mindestens zwei neue Persönlichkeiten in der Delegiertenversammlung Einsitz nehmen: Durch die Wahl der Wiler Stadtpräsidentin Susanne Hartmann in die St.Galler Regierung ist ein Delegierten-Sitz der Gemeinden neu zu besetzen. Zudem ist einer der sechs Delegierten aus der Wirtschaft neu zu bestimmen, nachdem Oliver Wulkan nach seinem Austritt bei der Aldi Suisse AG nicht mehr zur Verfügung steht. Die neuen Delegierten werden am 24. November von den WPO-Mitgliedern am 2. WPO-Unternehmeranlass gewählt.

WirtschaftsPortalOst (WPO)

Das WirtschaftsPortalOst (WPO) steht für eine stetig wachsende regionale Netzwerkplattform für Wirtschaft und Politik, die das regionale Selbstbewusstsein stärkt und die Identifikation mit der Region fördert. WPO ist aber auch eine starke Standortmarke, welche die herausragenden Qualitäten der Arbeits- und Lebensregion Wil am Portal der Ostschweiz sowohl für Unternehmen und Arbeitskräfte hervorhebt. Attraktive Arbeits-, Wohn- und Lebensräume, ein vielseitiges Angebot für Freizeit und Erholung sowie berufliche Weiterbildungs- und Entwicklungsperspektiven machen die Region am Portal der Ostschweiz zu einem bevorzugten Standort. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmende schätzen die hohe Aufenthalts- und Lebensqualität.

Weitere Unterlagen

Geschäftsbericht 2019 zum Download

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