Am 24. November 2024 hat die Wiler Stimmbevölkerung das Projekt mit rund 55% Nein-Stimmen abgelehnt. In der Folge haben das städtische Departement Bau, Umwelt und Verkehr (BUV) und das Bau- und Umweltdepartement (BUD) des Kantons St.Gallen in einer Machbarkeitsstudie untersucht, ob sich die Kosten durch eine Zusammenlegung des städtischen Werkhofs mit dem kantonalen Stützpunkt Wil des Strasseninspektorats senken lassen.
Im September 2025 lagen die Ergebnisse dieser Studie vor. Nach eingehender Prüfung kam der Kanton zum Schluss, dass das Potenzial für Synergien zu gering und die Kosten des gemeinsamen Projektes insgesamt zu hoch wären. Aus diesem Grund zieht sich der Kanton aus der Entwicklung eines gemeinsamen Werkhofes zurück.
Die Studie liefert dennoch wertvolle Erkenntnisse und Hinweise für mögliche Anpassungen des Projekts. Der Stadtrat möchte deshalb eine erneute Statusbestimmung für das Projekt erstellen. Er beauftragt das BUV, das zugrundeliegende Lastenheft zu verifizieren und eine Zweitmeinung zu den Kosten einzuholen, um die aktuelle Marktsituation abzubilden.
Um den drängenden Platzmangel zu lösen, sollen für den Werkhof zusätzliche Räume angemietet werden. Am Standort der Stadtgärtnerei an der Friedhofstrasse 1 müssen aufgrund des prekären baulichen Zustands Sofortmassnahmen umgesetzt werden. Das Stadtparlament hat hierfür im Budget 2026 einen Betrag von Fr. 100'000.-- gesprochen.