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Stadt Wil SG
15.02.2021
15.02.2021 12:05 Uhr

Drei Kreditanträge für Projekte beim Bahnhof Wil

Virtuelle Medienorientierung, koordiniert durch Philipp Gemperle, mit Stadtpräsident Hans Màder, Stadträtin Ursula Egli sowie Beatrice Aebi, Stadtplanerin, und Marcel Frei, Leiter Tiefbau.
Der Stadtrat will "Wil optimal verbinden". Dafür sind jetzt drei Parlamentsvorlagen spruchreif: Zweiradabstellanlage Untere Bahnhofstrasse 1-11, Unterführung Hubstrasse und Veloquerung Posttunnel. Diese wurden an einer virtuellen Medienorientierung vorgestellt.

Die Bahn verbindet Wil direkt mit St.Gallen, Zürich, Frauenfeld, Weinfelden oder Rapperswil. Gleichzeitig aber durchschneiden die Geleise die Stadt. Parallel zum Ausbau des Bahnhofs durch die SBB schafft die Stadt Wil mit verschiedenen Projekten beste Voraussetzungen für die Entwicklung des Zentrums. Gemeinsam wird die Drehscheibe der Mobilität im urbanen Herzen der Region gestärkt. Dank Synergien mit den SBB und privaten Investoren wie Mettler2Invest lassen sich Bauvorhaben und Kosten optimieren. Dafür hat der Stadtrat drei Vorlagen zu Projektierungs- und Ausführungskrediten an das Parlament überwiesen.

Die Parlamentsvorlagen

Generationenprojekt der SBB 

Der Bahnhof Wil wird barrierefrei und ab 2023 sollen längere Züge halten. Die Stadt möchte vom Schwung dieses Generationenprojektes der SBB profitieren und stimmt deshalb ihre Projekte mit der Bahn eng ab. Dass die Stadt Wil mögliche Synergien nutzen und zudem die Mitfinanzierung über das Agglomerationsprogramm sicherstellen kann, muss die Stadt heute in die Projektierung investieren, um in einem Umsetzungszeitraum von 10 bis 20 Jahren die notwendige Basis für die zukünftige Stadtentwicklung zu schaffen.

Der Stadtrat hat dafür die Vorlagen für die Kredite "Veloabstellanlage Untere Bahnhofstrasse", "Unterführung Hubstrasse" und "Veloquerung Posttunnel" an das Parlament überweisen. Vor einigen Monaten hat der Stadtrat zudem die Vorlage "Aufwertung Stadtraum Bahnhof Wil" verabschiedet.

Im Zentrum von Wil liegen Baugebiete mit grossem Entwicklungspotenzial. Das Landhaus- und das Post-Areal sind Beispiele dafür. Sie zeichnen sich aus durch ihre zentrale Lage am Bahnhof. Für private Investoren sind sie besonders interessant, wenn sie gut erschlossen und in hochwertige Stadträume eingebunden sind, die einem urbanen Lebensgefühl entsprechen. Im Gesamtkonzept «Wil Vivendo» spielen Projekte wie die Neugestaltung des Bahnhofplatzes mit der Allee oder die neuen Unterführungen vom und zum Südquartier eine zentrale Rolle. Auch für die Wirtschaft sind kurze Weg zentral; sie braucht beste Erreichbarkeit für Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende.

SBB: Bequemeres Ein- und Aussteigen am Bahnhof Wil

Auch Reisende mit eingeschränkter Mobilität sollen die Dienstleistungen am Bahnhof Wil nutzen und sich möglichst autonom und barrierefrei fortbewegen können. Dies dient beeinträchtigten Menschen, aber auch Reisenden mit Kinderwagen oder Gepäck. Dank des Ausbaus kann der Bahnhof Wil ab voraussichtlich Mitte 2023 durchgängig stufenfrei genutzt werden. Zudem können in Zukunft längere Fernverkehrszüge in Wil halten, wodurch in den Zügen mehr Sitzplätze zur Verfügung stehen. Die Kosten für das Projekt betragen rund 40 Millionen Franken und werden über das Programm «Zukünftige Entwicklung Bahninfrastruktur (ZEB)» des Bundes finanziert.

Mettler2invest: Überbauung Bahnhofstrasse 1-11

Für Mettler2Invest AG und für das Neubauprojekt Untere Bahnhofstrasse 1-11 sind die Investitionen der Stadt Wil und der SBB von enormer Wichtigkeit. Erst dadurch kann die Überbauung auch realisiert werden. Mettler2Invest ist erfreut, dass alle Beteiligten konstruktive Lösungen gefunden haben. Das Bauprojekt wird vorangetrieben; bis Ende März 2021 soll das Baugesuch eingereicht werden. Es bleibt das Ziel, mit dem Rückbau und den Bauarbeiten noch im 4. Quartal starten zu können.

Den Zug nicht verpassen!

(Jürg Grau) Die Stadt Wil muss den Speed erhöhen, wenn Sie den Zug beim Bahnhof Wil nicht verpassen will. Die SBB, das Agglo-Programm 4 und auch die Partner Post und mettler2invest sind mit Volldampf unterwegs. Auch aus finanzieller Sicht macht es Sinn, nach jahrelanger Planung jetzt ans Umsetzen zu gehen. Je rund 30% tragen der Bund und das Agglo-Programm aktuell an die Projektkosten bei. Im Führerstand steht jetzt das Parlament.

Stadt Wil / Kommunikation | jg