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Kultur
25.04.2021
26.04.2021 08:50 Uhr

Heiliger Georg, Patron der Kapelle Zuckenriet

Pater Didier Mungilingi begrüsste die Festgemeinde zum Patrozinium Sankt Georg. Bild: Ernst Inauen
Das Patrozinium des Kapellpatrons Sankt Georg fand dieses Jahr coronabedingt im kleinen Rahmen statt. Pfarradministrator Pater Didier Munglilingi feierte zusammen mit Diakon Primo Grelli, der neuen Seelsorgerin Katrin Blome und dem Ministrantenteam den Festgottesdienst. Für eine festliche musikalische Umrahmung sorgten die Organistin Antonia Widmer und Barbara Achte (Querflöte).

Ernst Inauen

Nach dem feierlichen Einzug in das festlich geschmückte Gotteshaus begrüsste P. Didier Mungilingi die zahlenmässig stark eingeschränkte Gottesdienstgemeinschaft zum Fest des heiligen Georg. Er zelebrierte den Festgottesdienst zusammen mit den Seelsorgern und unterstützt von der Lektorin und dem Ministrantenteam. Kapellpräsident Peter Imbach hiess nach seinem Schlusswort die Seelsorgerin Katrin Blome mit Blumen in Zuckenriet willkommen. Bei ihrem erstmaligen Einsatz beim Kapellfest überzeugte sie mit einer tiefgründigen Predigt. 

Kapellpräsident Peter Imbach hiess die neue Seelsorgerin Katrin Blome mit Blumen in Zuckenriet willkommen. Bild: Ernst Inauen

Leider fielen wegen den Corona-Einschränkungen auch die traditionelle Mitwirkung des Johanneschors Niederhelfenschwil wie auch der Apéro mit musikalischer Begleitung durch die Brass Band Zuckenriet aus. Dennoch offerierte die Kapellverwaltung allen Teilnehmenden ein Apérogebäck und Getränke zum Mitnehmen. Auf dem Vorplatz konnten sich kleinere Grüppchen bei prächtiger Abendstimmung austauschen und mit den Seelsorgern Kontakt aufnehmen.

Barbara Achte auf der Querflöte und Antonia Widmer an der Orgel trugen zur Feststimmung bei. Bild: Ernst Inauen

Vorbild der Glaubenstreue

In ihrer Festpredigt erinnerte Katrin Blome an die zahlreichen Legenden, die sich um das Leben des heiligen Georg ranken. Als Kämpfer gegen den bösen Drachen wird er in der Kapelle auch mit einer Statue dargestellt. Vom realen Leben des heiligen Georg ist wenig bekannt. Er lebte im 3. Jahrhundert und war unter Kaiser Diokletian römischer Soldat und ranghoher Offizier. Er starb als Märtyrer, weil er seinen christlichen Glauben immer stärker bekannte und verteidigte. Die legendäre Symbolik als kämpferischer Held und Drachentöter gilt als ein Vorbild für Furchtlosigkeit und Tapferkeit. Georg zählt als einer der vierzehn Nothelfer zu den meistverehrten Heiligen. Katrin Blome erwähnte, dass er in Rom 1969 aus dem Heiligenkalender gestrichen und diese Entscheidung erst 1975 wieder rückgängig gemacht wurde. Am Schluss ihrer Predigt stellte Blome nochmals die Frage, ob das Leben mit all seinem Ungemach, Leid und Elend ein Kampf sei oder ob der gläubige  Mensch wie der heilige Georg auf die Nähe und Kraft Gottes und seine Liebe vertrauen und das Beste aus dem Leben machen könne.

Katrin Blome erzählte in ihrer Predigt vom legendären Leben und der Bedeutung von Georg. Bild: Ernst Inauen
Der Heilige Georg ist im Chor der Kapelle als Statue präsent. / Diakon Primo Grelli verkündete das Johannes-Evangelium vom Guten Hirten. Bild: Ernst Inauen
Weil die ehemalige Bäckersfrau Agnes Näf gleichentags ihre 94. Geburtstag feierte, erhielt auch sie Blumen. Bild: Ernst Inauen
Ernst Inauen