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Stadt Wil SG
13.06.2021
13.06.2021 10:28 Uhr

Klimapicknick: GRÜNE prowil trafen Klimaspuren-Gruppe

Die GÜNEN prowil mit der Kerngruppe von "Klimaspuren" und Stadtpräsident Hans Mäder (ganz rechts im Bild). Bild: yg
Am Samstag, 12. Juni 2021, empfingen die GRÜNEN prowil - mit Stadtpräsident Hans Mäder als Gast - die Klimaspuren-Gruppe zum gemeinsamen Klimapicknick. Diese Gruppe durchquert - auf den Spuren des Klimawandels - vom 1. Juni bis 12. Juli die ganze Schweiz.

Die "Klimaspuren"-Gruppe wurde in Wil herzlich willkommen geheissen. Stadtparlamentarier der GRÜNEN prowil nutzten die Gelegenheit, über die Klimaaktivitäten in der Stadt zu berichten und auch der neue Stadtpräsident Hans Mäder erwies dem Treffen die Ehre und erläuterte die Lage aus seiner Sicht.

GRÜNE prowil: "Die Richtung stimmt"

Die Vertreter der GRÜNEN prowil zur Entwicklung in Wil: "Seit rund 40 Jahren engagieren wir uns für eine lebenswerte Stadt, in der Natur und Umwelt bei Entscheiden gebührend berücksichtigt werden. Mit der Ausrufung des Klimanotstandes, welche gegen den Willen des Stadtrats erfolgte, gelang es im Mai 2019, das Parlament zu einem klaren Bekenntnis zu mehr Klimaschutz zu bewegen. Als MONAMO-Gemeinde von Energie Schweiz entwickelt und initiiert Wil zudem neue Ansätze im Bereich der umweltschonenden Mobilität, mit dem Ziel, dass diese in weiteren Städten der Schweiz angewendet werden. Das städtische Energiefördermodell ist im Bereich Photovoltaik vorbildlich und gehört schweizweit zu den ambitioniertesten. Die Richtung stimmt. Damit das so fortgeführt werden kann, nachhaltige Projekte zum Fliegen kommen und Wirkung zeigen, braucht es nebst Akzeptanz und Engagement in der Bevölkerung weiterhin eine starke ökologische Stimme in der Politik."
Schliesslich mündeten die Aussagen der GRÜNEN prowil in einen Appell an den Stadtrat, die Pläne schneller umzusetzen. Auch wenn sie selber nicht mehr im Stadtrat vertreten sind, bleiben die GRÜNEN prowil zuversichtlich, dass der neuformierte Stadtrat klima-aktiv bleibt, nicht zuletzt auch getrieben durch das Parlament. Dort hatten die GRÜNEN prowil zuletzt mit einer innovativen Idee die Überdachung der Gegentribüne im Sportpark Bergholz "gerettet", weil sie mit dem Vorschlag einer auf dem Tribünendach zu installierenden Photovoltaik-Anlage dem Kostenargument der Gegnern den Wind aus den Segeln nehmen und gleichzeitig ein Zeichen für erneuerbare Energie setzen konnten.

Stadtpräsident: "Schrittweise zum Ziel"

Stadtpräsident Hans Mäder (CVP) bedankte sich bei der Gruppe Klimaspuren und bei den GRÜNEN prowil für das Engagement. Er unterstrich die Bedeutung von Menschen und Bewegungen, die dem Mainstream vorangehen. "Wie bei allen Innovationen erfolgt die Adaption aber schrittweise, bis eine Mehrheit die Neuerungen als nützlich und sinnvoll bewertet", hielt Mäder fest. Die Stadt Wil sei auf gutem Wege und er rechne mit einer schrittweisen Umsetzung der Massnahmen.

Zeichen setzen und motivieren

Es wurde zudem klar, dass der Anfang zu gewünschten Veränderungen stets auch bei der persönlichen Einstellung und Lebensweise jedes Einzelnen liegt. Wer mit gutem Beispiel und innovativen Ideen vorangeht, setzt starke Zeichen und motiviert.

Eva Noger, Präsidentin der GRÜNEN prowil, eröffnete das Picknick mit ihrer Einleitung. Bild: yg
Dominik Siegrist von "Klimaspuren" im Gespräch mit Guido Wick, Kantonsrat und Fraktionschef der GRÜNEN prowil im Stadtparlament. Bild: yg
Stadtpräsident Hans Mäder nimmt Stellung zur politischen Umsetzung der Klimamassnahmen in Wil. Bild: yg
Das Klimapicknick passte inhaltlich auch zur Abstimmung vom 13. Juni. Bild: yg
Die Klimaspuren-Gruppe hinterliess auf dem Weg nach Wil auch am Bahnhof Uzwil ein Zeichen. Bild: yg

Klimaspuren-Gruppe über sich

Auf "Klimaspuren" wandert vom 1. Juni bis 12. Juli 2021 eine bunte Gruppe von Graubünden durch Liechtenstein nach St. Gallen. Dann durch das Mittelland und dem Jura nach gegen Genf.
"Wir besichtigen die Spuren des Klimawandels und protestieren gegen die Unvernunft derer, die uns, die Schweiz und die Welt in den Abgrund treiben. Wir besuchen aber auch Spielräume, die zeigen, was fürs Klima getan werden kann."
Zwischen Tamins und Genf gibt es mehrere Dutzend Ortstermine, Aktionen und Veranstaltungen zu Klimathemen wie Verkehr, Produktion, Architektur, Planung, Wissenschaft und Forschung, Finanzplatz, Infrastruktur, Konsum, Energie, Landschaft, Landwirtschaft, Wald: Was geschieht wo und wie für Zero.

wil24.ch