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Zuzwil SG
22.08.2021

In Zuzwil Jubiläumsfeier für 557 Ehejahre

Bild: Walter Brunner
Dreizehn Paare aus der Seelsorgeeinheit Mittleres Fürstenland feierten am Samstag, 21. August 2021, in Zuzwil ihre Ehejubiläen und schauten in Dankbarkeit auf insgesamt 557 Ehejahre zurück.

Zur Einstimmung im Pfarreiheim begrüsste Pfarreirätin Andrea Meienhofer im Namen der Seelsorgeeinheit. Die anwesenden Paare hatten sich auf die Ausschreibung im Pfarreiforum selber für diese Feier gemeldet.

Bild: Walter Brunner
Bild: Walter Brunner

Dann übernahm der eigentliche Fachmann das Szepter. Matthias Koller Filliger von der Fachstelle Partnerschaft-Ehe-Familie des Bistums St. Gallen kennt sich aus in Sachen gelungene und gescheiterte Partnerschaften. Er betonte eingangs, dass es durchaus eine Feier wert sei, wenn so viele Paare so lange miteinander unterwegs gewesen seien. Gemeinsam gingen die Teilnehmenden dem Geheimnis auf die Spur, wo die wesentlichsten Gründe dafür liegen, dass eine Partnerschaft fünfzig und mehr Jahre in einem positiven Sinne funktioniert. Die gegenseitige Achtung, Zufriedenheit, Dankbarkeit, der Friede in der Familie, das Interesse für die Belange der Partnerin oder des Partners wurden genannt. Ebenso sei es wichtig, dass man sich Zeit füreinander nehme, das Gegenüber hin und wieder mit einem kleinen Geschenk überrasche, Fehler verzeihen könne und dass man nicht gleich den Pickel verwerfe, wenn Probleme auftauchten. Alles aber liege nicht in unserer eigenen Hand, denn es brauche auch ein gewisses Gottvertrauen, damit immer wieder gute Entscheide getroffen werden könnten.

Matthias Koller empfahl zur Lektüre ein Büchlein mit dem Titel Wie man die Liebe pflegt von Guy Bodenmann.

Bild: Walter Brunner

Im anschliessenden Gottesdienst zog er Parallelen zum Markus-Evangelium, wo die Jünger mit Jesus in einen Sturm und grosse Angst gerieten. Das völlige Ausgeliefertsein, existentielle Bedrohungen könnten auch in einer Ehe vorkommen: die Stelle verlieren, finanzielle Engpässe, ein Kind verlieren oder kinderlos bleiben, sich mit dem bevorstehenden Tod auseinandersetzen. In solchen Situationen sei es wertvoll, wenn man sich auf eine Partnerin oder einen Partner verlassen könne. Mit jeder überwundenen Hürde stiegen Selbstvertrauen und Dankbarkeit.

Eine ganz besondere Note gab dem Gottesdienst Lea Kuhn mit ihren Liebesliedern. Die Quinter-Schülerin verstand es vortrefflich, mit den Titeln From This Moment On – Wenn du lachst – Ja – Million Dreams – You Are The Reason die Stimmung ihrer Songs auf die Anwesenden zu übertragen.

Bild: Walter Brunner

Pfarrer Didier Mungilingi segnete alle Paare und gab ihnen Kraft für die Bewältigung der Aufgaben im künftigen Alltag.

Mit einer Osterkerze beschenkt und einem Apéro riche gestärkt liessen die Jubilarinnen und Jubilare (20 bis 65 Ehejahre) einen denkwürdigen Vormittag ausklingen.

Walter Brunner