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Wirtschaft
20.01.2022

Liga schliesst Standorte St. Gallen und Vaduz

Das Autohaus an der Fürstenlandstrasse 102 Bild: Google Street View
Das St.Galler Autohaus Liga sucht derzeit einen Nachmieter. Sollte keiner gefunden werden, steht die rund 6000 Quadratmeter Liegenschaft im Westen der Stadt zum Verkauf. Auch der Standort Vaduz wird 2022 geschlossen.

In einem Schreiben, das Mitte Januar in die Briefkästen der Liga-Kunden flatterte, informierte der Autohändler mit Hauptsitz in Wil, dass man den St.Galler Standort an der Fürstenlandstrasse 102 schliessen wolle.

«Mit den bisherigen Kunden konnte das Volumen für die Auslastung des Standortes in St.Gallen nicht erreicht werden. Ausserdem wurden in Wil grosse Investitionen für den Ausbau des Standortes getätigt und eine moderne Infrastruktur geschaffen. Deshalb beabsichtigen wir, den Standort in St.Gallen aufzulösen und uns auf Wil zu konzentrieren», heisst es im Brief.

Geschäftsleiterin Chantal Eder bestätigt gegenüber stgallen24, dass die Liegenschaft im April 2022 zum Verkauf stehe, sollte kein Nachfolger gefunden werden. Auch der Standort in Vaduz wird per Ende 2022 geschlossen. «Wir bedauern den Entscheid, aber in Wil ist die Liga bekannt und verankert. Wir haben dort neben der Markenvertretung ein Occasions-Center, ein Reifen-Center und 2018 ein Autowasch-Center gebaut», so Eder. 

Konkrete Zahlen zur Auslastung des St.Galler Standortes möchte man keine nennen. Das Autohaus gibt es seit 2008 im Westen der Stadt St.Gallen; zurzeit werden dort 27 Mitarbeiter beschäftigt. «Dem Grossteil wird eine Weiterbeschäftigung bei der Liga oder der Larag angeboten. Diejenigen, die nicht übertreten, werden bei Suche nach einer Lösung unterstützt», so die Geschäftsleiterin.

Alle Aufträge für Service- und Reparaturarbeiten sowie Kaufanfragen für Neufahrzeuge für die Marken Fiat, Abarth, Fiat Professional und und Honda werden bis am 30. April 2022 in der Liga St.Gallen ausgeführt – danach in Wil oder für Honda bei anderen Honda Händlern im Raum St.Gallen, wie es im Schreiben an die Kunden heisst. Trotzdem bemühe man sich laut Eder darum, einen Nachfolger zu finden und sei mit mehreren Interessenten im Gespräch. 

mik/stgallen24