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Wil SG
22.07.2020
06.09.2020 16:21 Uhr

URLAUB MIT DEM VELO: DIESE PUNKTE GILT ES ZU BEACHTEN

Es ist eine sehr ruhige und entschleunigte Art, seinen nächsten Urlaub zu verbringen: die Reise mit dem Velo. Wenn man sich auf zwei Rädern gemütlich fortbewegt, hat man endlich die Möglichkeit seinen Alltag zu vergessen und ein gutes Stück Natur zu geniessen. (Bild: unsplash.com, Les routes sans fins)

Bevor man sich jedoch auf die Reise macht, gibt es jedoch noch eine Menge vorzubereiten, damit der Trip zu einem vollen Erfolg wird und man sich ordentlich erholen kann. Wir haben die wichtigsten Punkte, die man bei der Planung des Fahrradurlaubs beachten sollte, handlich an dieser Stelle zusammengefasst. Wie transportiere ich mein Velo? Wenn man sich mit dem Velo auf die Reise begeben will, hat man gleich mehrere Möglichkeiten, wie man zu seinem Startpunkt kommt. Der einfachste Weg: Man startet direkt von der Haustür aus. Allerdings ist man dann eher wenig flexibel, was die Route angeht. Es sei denn, man strebt eine mehrtägige Tour, über mehrere Etappen an. Dann liegen Start und Zielpunkt direkt vor der Haustür.

Daneben kann man den Drahtesel im Zug mitnehmen. Dazu benötigt man allerdings ein spezielles Velobillett. Damit können unbeladene Fahrräder und E-Bikes in vielen öffentlichen Verkehrsmitteln problemlos transportiert werden. Allerdings sollte man dabei beachten, dass besonders bei schönem Wetter der Platz für transportierte Velos etwas knapp werden könnte.

Viel bequemer ist es doch da, das Velo mit dem Auto zum Urlaubsziel zu transportieren. Das funktioniert entweder mit einem Hänger oder mit einer speziellen Transportvorrichtung, die an das Auto montiert wird. Mit einem solchen Veloträger lassen sich problemlos mehrere Räder auf einmal mitnehmen. Das ist ideal, wenn man vorhat im Urlaub die ein oder andere Strecke mit dem Rad zurückzulegen. Der Velo-Check Das wichtigste bei so einem Urlaub ist natürlich das Velo. Vor allem für längere Strecken sollte das wirklich gut in Schuss sein. Deshalb sollte man vor der Abreise die wichtigsten Teile auf ihre Verkehrssicherheit hin überprüfen:

  • Die Beleuchtung: Funktioniert sie einwandfrei? Werde ich im Dunkeln ausreichend gesehen?
  • Die Reflektoren: Sie dienen der Sichtbarkeit.
  • Die Bremsen: Sie sind der wichtigste Bestandteil überhaupt. Greifen sie richtig? Sind die Bremsbacken möglicherweise abgefahren?
  • Die Schaltung: Schalten die Gänge sauber? Kann man hier möglicherweise noch etwas nachjustieren. Wenn die Schaltung nicht richtig funktioniert, kann dadurch die Kette einen Schaden nehmen und im schlimmsten Falle reissen.
  • Die Kette: Mit einem sogenannten Kettenprüfer kann man sicherstellen, dass die Kette die Tour noch mitmacht.
Vor allem die Kette kann bei einer längeren Tour in Mitleidenschaft gezogen werden. Deshalb sollte man sie auch unterwegs regelmässig pflegen. Dazu gehören das Ölen und das Reinigen der Kette. Zudem gehört eine extra Kette mit ins Gepäck. Werkzeug und Zubehör für den Notfall Es kann unterwegs natürlich immer etwas passieren, also sollte man auf möglichst viele Eventualitäten gefasst sein. Grundsätzlich gilt, dass man nichts dem Zufall überlassen sollte. Deshalb empfiehlt es sich unbedingt, dass man zumindest bei längeren Touren einen Helm trägt. Besser ist es sogar, wenn man ihn immer aufhat, wenn man mit dem Velo unterwegs ist.

Daneben sollte man auf die gängigsten Pannen vorbereitet sein. Am häufigsten wird wohl ein platter Reifen vorkommen. Man sollte also zumindest in der Lage sein, diesen zu flicken oder den Schlauch auszutauschen.

Deshalb sollte man einige Werkzeuge und Zubehörteile unbedingt einpacken. Allen voran natürlich das Flickzeug oder einen Ersatzschlauch. Dazu braucht man dann auch eine Luftpumpe. Daneben gibt es einige Basics, wie ein Velo-Multitool, ein Fahrradschloss sowie eine Halterung für die Trinkflasche, die man am Rad selbst haben sollte. Packen für längere Touren Wenn man doch einmal mehrere Tage unterwegs ist, muss man entsprechend viel Gepäck mitnehmen. Das wird üblicherweise in Taschen am Gepäckträger transportiert. Auf einen Rucksack sollte man eher verzichten. Um nicht zu viel Gewicht zu haben, sollte man darauf achten, nur das Nötigste einzupacken.

Das Gepäck sollte wasserdicht in entsprechenden Taschen verstaut sein. Beim Packen selbst macht es zudem Sinn, die Regenkleidung (Jacke, Hose und Überschuhe) nach oben zu packen, um das restliche Gepäck etwas vor Feuchtigkeit zu schützen.

Neben den Regensachen sollte man noch einpacken:

  • Wechselwäsche: Allerdings sollte man lieber unterwegs nach Waschmöglichkeiten Ausschau halten, um nicht zu viel zu packen.
  • Funktionskleidung: Sie saugt den Schweiss gut auf, trocknet schnell und schützt vor Wind und Wetter.
  • Sportschuhe und Badelatschen
  • Taschen- und/oder Stirnlampe
  • Medikamente
  • Ein kleines erste Hilfe Set
  • Sonnencreme
  • Geld, Ausweis und andere wichtige Dokumente (wenn möglich in digitaler Ausführung)
Routen und Planung Was die Planung der Route angeht, steht einem hier wirklich die Welt offen. Allerdings sollte man die Länge und die Schwierigkeit der Strecke von seiner eigenen Ausdauer abhängig machen. Ist man in der Gruppe unterwegs, richtet man sich nach dem „schwächsten“ Fahrer. Grundsätzlich sollte man lieber kleinere Etappen und viele Pausen einplanen. Vor allem dann, wenn man eine mehrtägige Tour plant. 50 Kilometer pro Tag reichen völlig aus.

Oft kommt es vor, dass man vielleicht keine Lust hat, noch einen Kilometer mehr zu fahren. Dann sollte man dem Gefühl nachgeben und einfach irgendwo einkehren und die Seele baumeln lassen. Schliesslich ist es ja ein Urlaub und der soll der Erholung dienen.

Wil24