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Stadt Wil SG
30.10.2020
30.10.2020 08:55 Uhr

Neue Unterführung Hubstrasse: für alle und sicher!

Wir sprachen mit Stadtrat Daniel Stutz über die Erneuerung der Unterführung ins Südquartier.
Die wichtigste Verbindung der Stadt Wil ins Südquartier ist veraltet, überfordert und gefährlich. Jetzt kommt Abhilfe! Über die neue Lösung sprachen wir mit Stadtrat Daniel Stutz.

Herr Stutz, in welchen Punkten ist die aktuelle Situation ungenügend?
Daniel Stutz: "Die Unterführung Hubstrasse zwischen dem Ilgenkreisel und dem Kreisel Glärnischstrasse ist die einzige befahrbare Strassenverbindung vom Südquartier ins Zentrum auf Wiler Gemeindegebiet. Mit einem Verkehrsaufkommen von rund 11'000 Fahrzeugen und 600 Velos pro Tag ist die über 90 Jahre alte Unterführung eine Schlüsselverbindung und zugleich Engpass im städtischen Verkehrssystem. Die Strassenunterführung gilt für alle Verkehrsteilnehmer (Fussgänger/-innen, Velos, Autos, Lastwagen und Busse) als unsicher, weil die Verkehrsführung und der verfügbare Platz nicht dem heutigen Verkehrsaufkommen entsprechen. Die Durchfahrtshöhe ist zudem auf eine Höhe von 4.10 Meter begrenzt. Fast täglich kommt es zu gefährlichen Situationen, insbesondere auch bei den beiden Kreiseln. Die Unterführung ist sanierungsbedürftig und nicht attraktiv."

Status quo: Unterführung Hubstrasse auf der Südseite.
Status quo: Unterführung Hubstrasse auf der Nordseite.
Aktueller Querschnitt der Unterführung Hubstrasse/Glärnischstrasse in Wil.
Ein "schwarzes Loch" ist die aktuelle Fussgänger-/ Velounterführung (für beide Fahrtrichtungen).

Weshalb ist jetzt ein idealer Zeitpunkt für den Neubau?
Daniel Stutz: "Die SBB beginnen 2021 mit dem Umbau der Gleis- und Perron-Infrastrukturen im Bahnhof Wil. Dabei werden auch vier Gleise über der Unterführung Hubstrasse neu verlegt. Die während dem Umbau notwendigen Strecken- und Betriebsunterbrüche werden genutzt, um gleichzeitig den Deckel der Unterführung neu zu bauen. So entsteht eine Brücke, die den künftigen Anforderungen des Bahnverkehrs gerecht wird und den Umbau der Unterführung zulässt, ohne dass dadurch der Bahnverkehr auf der Brücke gestört wird. Die Art und der Zeitpunkt des zwischen Stadt und SBB koordinierten Umbaus spart Kosten, ermöglich ein unabhängiges Bauen von Stadt und SBB und schafft Platz und Sicherheit für alle."

Wie sieht die neue Unterführung aus? 
Daniel Stutz: "Die neue Unterführung bringt für die Fussgänger auf der Westseite der Hubstrasse einen 3 Meter breiten Gehweg. So kann problemlos überholt oder gekreuzt werden. Auf beiden Seiten gibt es einen von der Strasse getrennten Veloweg mit einer Breite von 2.40 bis 2.80 Meter. Auch auf dem Veloweg kann überholt werden. Auf der Strasse können den Motorfahrzeugen mindestens 3.50 Meter breite Spuren angeboten werden und das Lichtraumprofil wird auf 4.50 Meter erhöht."

So sieht der Querschnitt der neuen Unterführung Hubstrasse/Glärnischstrasse in Wil aus. Abgesenkte und damit höhere Trasse für Motorfahrzeuge, mehr Platz für Fussgänger sowie richtungsgetrennte Unterführungen für Veloverkehr.

Welche Gründe sprechen für den Neubau?
Daniel Stutz: "Der Neubau der Unterführung Hubstrasse ist notwendig und sinnvoll, weil die SBB den Bahnhofumbau unabhängig der Stadt planen und umsetzen können, weil das neue Projekt die Erschliessung der Überbauung Landhaus (Unt. Bahnhofstrassse 1-11) in die Tiefgarage erst möglich macht, weil Fussgänger, Velos und der motorisierte Verkehr ausreichend Platz erhalten und weil die Unterführung nach Abschluss des Brückenneubaus unabhängig vom Bahnbetrieb realisiert werden kann. Vom Projekt profitieren die SBB, die Stadt und alle Verkehrsteilnehmenden. Durch das koordinierte Vorgehen von SBB und Stadt können erhebliche Kosten eingespart werden. Und die einzige Verbindung ins Südquartier wird die Anforderungen wieder auf lange Zeit erfüllen können."

Herr Stutz, besten Dank für das Gespräch.

Jürg Grau