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Lifestyle
15.10.2021
18.10.2021 09:24 Uhr

Business-Dresscodes im Büro – was sie wirklich bedeuten

Gerade für Herren gelten Shorts als Freizeit-, nicht aber als angemessene Bürokleidung. Bild: pixabay.com ©
Viele Menschen haben Probleme damit, Dresscodes im Büroalltag oder auf geschäftlichen Veranstaltungen richtig zu interpretieren. Das kann zu unangenehmen Situationen führen und die eigene Position – etwa bei Antritt einer neuen Stelle – schwächen. Wichtig zu wissen ist daher, was die gängigsten Business-Dresscodes bedeuten und welche Outfit-Fehler im Büroalltag zu vermeiden sind.

Die passende Business-Kleidung ist auch heute noch wichtig

Obwohl der Umgang mit Dresscodes im Berufsalltag heute lockerer ist als noch vor einiger Zeit: Business-Dresscodes sind auch heute noch relevant. Schliesslich ist der Grundsatz, dass „Kleider Leute machen“, mit der Kultur hierzulande eng verbunden. Die Fähigkeit, sich angemessen zu bekleiden, wird in vielen Branchen als Grundfähigkeit und Job-Voraussetzung erachtet. Wer sich im Büro gegen ein elegantes, klassisches Outfit und für lässige Shorts entscheidet, liegt daher oft falsch. Gerade beim Einstieg in einen neuen Job können solche Fashion-Fehler die eigene Position schwächen. Allerdings macht die Frage nach der passenden Bekleidung nicht nur Berufseinsteigern zu schaffen. Auch gestandene Business-Leute haben es oft nicht leicht, den „Code“ hinter den Dresscodes bei Geschäftsevents zu knacken. Um keine schlechte Figur zu machen, ist es daher besonders wichtig zu wissen, welche Kleidung zu gängigen Business-Dresscodes passt. So fällt es leichter, sich passend und stilvoll zu kleiden.

Der Büro-Dresscode verrät, ob Anzug und Krawatte erwartet werden. Bild: pixabay.com ©

Dresscode: Casual

„Casual“ bedeutet frei übersetzt so viel wie „locker“ oder „Freizeit-tauglich“. Allerdings ist mit dem Dresscode nicht gemeint, dass im Büro oder bei einem Firmen-Event ein Auftritt in Trainingshose erwünscht ist. Obwohl der Casual-Dresscode meist bei eher lockeren Events zur Anwendung kommt, wird dennoch ein „Business-tauglicher“ Look erwartet.

Das bedeutet: 

  • Bei Damen wird ein schickes, aber entspanntes Oberteil wie etwa eine Bluse, eine lange Hose oder ein Rock vorausgesetzt. Bei sehr sommerlichen Temperaturen sind auch Sommerkleider erlaubt. Um das Outfit zu komplettieren, können sowohl hohe als auch flache Schuhe gewählt werden. Besonders tiefe Ausschnitte oder sehr kurze Kleider und Röcke sind hingegen nicht gern gesehen.
  • Herren können sich für eine gepflegte lange Hose (auch Jeans sind möglich) und ein Hemd oder einen Pullover entscheiden. Um das Outfit zu komplettieren, greifen Herren zu geschlossenen Schuhen – verzichten dabei nach Möglichkeit aber auf Sneakers.

Dresscode: Smart Casual

„Smart Casual“ ist die elegante Casual-Variante. Das bedeutet, dass auf eine Mischung aus eleganter und eher lässiger Kleidung gesetzt werden kann. 

Das bedeutet:

  • Damen entscheiden sich für eine lange Stoffhose oder für einen Rock. Hose oder Rock können mit einem T-Shirt oder einer Bluse kombiniert werden. Ausserdem schön: ein klassisches Kostüm oder ein Hosenanzug.
  • Für Herren hingegen bedeutet Smart Casual, dass sie eine dunkle Hose (keine Jeans) und ein Hemd tragen sollten. Komplettiert wird das Outfit durch ein Sakko und einen mit den Schuhen harmonierenden Gürtel.

Weitere Casual-Abstufungen

Geht es um den Casual-Dresscode, werden neben „Casual“ und „Smart Casual“ gelegentlich weitere Abstufungen verwendet. Dabei kann insbesondere vom Dresscode „Business Casual“ die Rede sein.  Allerdings ist „Business Casual“ nicht als Aufforderung, zu einem wirklich lässigen Outfit zu greifen, zu verstehen. Vielmehr verbirgt sich hinter „Business Casual“ lediglich eine entspanntere Version eines klassischen Büro-Looks mit Anzug und Krawatte. Das bedeutet: Ist von „Business Casual“ die Rede, dürfen Herren die Krawatte ihres Anzugs einmal weglassen. Bei Damen hingegen werden, statt eines Kostüms, ein eleganter Rock und eine Bluse vorausgesetzt. 

Dresscode: Semi-Formal

Mit dem Dresscode „Semi-Formal“ werden Geschäftsleute meist nicht im Büro, sondern bei geschäftlichen Veranstaltungen konfrontiert. Die Dresscode-Regeln sind dabei strenger als im klassischen Arbeitsalltag und sollten unbedingt eingehalten werden.

Das bedeutet:

  • Semi-Formal vor 18 Uhr:
    Findet das geplante Event vor 18 Uhr statt, sollten Herren einen Anzug in einer dunklen, gedeckten Farbe wählen. Damen hingegen entscheiden sich für ein dunkles Etuikleid, einen Hosenanzug oder ein Kostüm.

  • Semi-Formal nach 18 Uhr:
    Findet das geplante Event nach 18 Uhr statt, wird von Herren das Tragen eines Smokings Die passende schwarze Fliege und dunkle Lackschuhe werden ebenfalls vorausgesetzt. Eine Krawatte hingegen ist bei diesem Dresscode nicht erwünscht. 

Damen können zwischen einem klassischen Abendkleid und einem Cocktailkleid wählen.

Dresscode: Black Tie

Der Dresscode „Black Tie“ kommt nur bei sehr besonderen Anlässen zur Anwendung – mit dem gewöhnlichen Büroalltag hat er nichts zu tun. Dementsprechend werden auch ganz besondere Outfits von Damen und Herren erwartet.

Das bedeutet:

  • Herren tragen bei diesem Dresscode einen Smoking mit einem weissen Hemd. Ausserdem gehören zu einem angemessenen Outfit eine schwarze Fliege sowie ein Einstecktuch. Die Farbe des Einstecktuches kann auf das Kleid der Partnerin abgestimmt werden - deas allerdings ist kein Muss.
  • Damen ­­– egal ob in Führungspositionen beispielsweise als Finanzchefin oder nicht – entscheiden sich für ein bodenlanges Abendkleider in einer dezenten Farbe. Eine Handtasche oder Clutch sowie geschlossene Schuhe gehören ebenfalls zum Outfit. Ebenfalls wichtig: Modeschmuck wird bei diesem Dresscode nicht gern gesehen. Die Wahl sollte daher auf echten oder alternativ gar keinen Schmuck fallen. 

Dresscode-Fehler im Büroalltag vermeiden

Nicht in jedem Büro gibt es einen genau festgelegten Dresscode. Dennoch ist es möglich, im „gewöhnlichen“ Büroalltag in Fashion-Fallen zu tappen. Um das zu vermeiden, ist es hilfreich, sich an einige allgemeine Kleidungs-Regeln für den Büroalltag zu halten.

Das bedeutet:

  • Wer in einen neuen Job startet, möchte weder Vorgesetzten noch Kollegen signalisieren, dass er oder sie aus der Rolle fällt. Gerade beim Start in einen neuen Job ist es daher sinnvoll, besonders genau auf das eigene Outfit zu achten. Das bedeutet: Gerade in der Anfangsphase ist ein geschmackvoller, wohlüberlegter Kleidungsstil besonders wichtig. Das Outfit sollte weder „overdressed“ und protzig noch nachlässig oder gar ungepflegt erscheinen.
  • Um als Neuling in einem neuen Arbeitsumfeld nicht aus der Rolle zu fallen, ist es sinnvoll, die Kollegen zu beobachten. Wer sich dem unausgesprochenen Dresscode der vorhandenen Bürogemeinschaft anpasst, fällt nicht negativ auf.
  • Nackte Haut oder zu enge sowie zu kurze Kleidung sollten im Büro vermieden werden. Das gilt sowohl für Damen als auch für Herren. Damen sollten daher auf transparente Kleidung, durchschimmernde Unterwäsche und tiefe Dekolletés verzichten. Herren hingegen sollten auch bei hohen Temperaturen weder Brusthaare noch zu viel Bein zeigen.
  • Kurze Hose sind – für Damen wie für Herren – bei sommerlichen Temperaturen in vielen Büros erlaubt. Tragen die Kollegen oder gar der Chef Shorts, spricht nichts dagegen, sich ebenfalls Beinfreiheit zu gönnen. Sowohl Damen als auch Herren sollten aber darauf achten, dass die kurzen Hosen nicht zu kurz ausfallen. Trägt keiner der Kollegen Shorts, ist es hingegen nicht ratsam, kurze Hosen in den Büroalltag einzubringen.
wil24.ch