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Polizeinews
18.10.2021
19.10.2021 15:43 Uhr

Vater bringt erst Tochter um und dann sich selbst

In diesem Haus an der Fluh-Strasse in Jona fand die schreckliche Tat statt. Bild: Rolf Lutz, Linth24
Am Montagmorgen, 18. September 2021, fand die Kantonspolizei in einem Einfamilienhaus in Rapperswil-Jona einen 54-Jährigen und seine 12-jährige Tochter tot auf. Es wird davon ausgegangen, dass der Vater zuerst seine Tochter und danach sich selbst umbrachte.

Am Montag, um 07.45 Uhr, ist von einer aussenstehenden Auskunftsperson gemeldet worden, dass an der Fluhstrasse eventuell etwas vorgefallen sein könnte. Die Rettungskräfte fanden im Einfamilienhaus einen 54-jährigen Schweizer und seine 12-jährige Tochter tot vor.

Die Strafverfolgungsbehörden des Kantons St.Gallen gehen davon aus, dass der Vater mutmasslich seine Tochter umbrachte und anschliessend Suizid beging.

Die genauen Umstände der Tat werden nun unter der Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen, des Institutes für Rechtsmedizin und verschiedenster Fachdienste der Kantonspolizei St.Gallen untersucht.

Die Ehefrau und das zweite gemeinsame, ältere Kind dürften sich zum Tatzeitpunkt nicht im gemeinsamen Haus aufgehalten haben. Die psychologische Hilfe wurde für die Betreuung der Angehörigen aufgeboten.

Was genau im Einfamilienhaus an der Fluh-Strasse passierte, ist nun Gegenstand von intensiven Ermittlungen. Bild: Rolf Lutz, Linth24

Vieles noch unklar

Hanspeter Krüsi, Leiter Kommunikation der Kantonspolizei St.Gallen war heute für die Medienschaffenden vor Ort und meinte gegenüber Linth24: «Wir wissen zurzeit nur, dass wir um 07.45 Uhr informiert wurden, dass in diesem Hause unter Umständen etwas passiert sei. Als die ersten Rettungskräfte eintrafen, haben sie den 54-jährigen Hausbesitzer, ein Schweizer, und seine 12-jährige Tochter tot vorgefunden.» Die Strafverfolgungsbehörden des Kantons St.Gallen gehen davon aus, dass der Vater die Tochter umgebracht hat und dann sich später ebenfalls umgebracht hat. Hanspeter Krüsi: «Nach jetzigen Erkenntnissen gehen wir davon aus, dass die Ehefrau und die älter Tochter zum Tatzeitpunkt  nicht im gemeinsamen Haus waren.»

Um 08.00 Uhr herum waren die ersten Rettungskräfte vor Ort. Bild: Rolf Lutz, Linth24

Fragen über Fragen

Wann die Tat genau passiert ist, das ist nun Gegenstand von Untersuchungen. «Das müssen wir nun genau ermitteln,» so Krüsi, und dabei stellen sich viele Fragen: Wann ist der Mann zum letzten Mal gesehen worden? Wie ist das ganze abgelaufen? Wie war der gestrige Tag und wie war das Wochenende? «Das sind die Ermittlungen, die wir nun machen, und die wie Puzzlesteine sind, die letztendlich ein Bild geben, mit dem Staatsanwalt genau sagen kann, was hier passiert ist,» so Hanspeter Krüsi.

pez/pd