Home Region Sport Magazin In-/Ausland Agenda

Wetterpech beim Herbstmarkt in Zuckenriet

Die Bäuerinnen der Gemeinde brachten ihre Erzeugnisse aus Garten und Feld zum Markt. Bild: Ernst Inauen
Am 1. Oktobersamstag zog der traditionelle Herbstmarkt trotz regnerischem Wetter zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Auf dem Areal der Primarschule verlockte an den Marktständen ein bunter Mix von sehenswertem Kunsthandwerk, sowie bäuerlichen und regionalen Erzeugnissen zum Einkaufen. Ein Drehorgelpaar trug ebenfalls zu einer stimmungsvollen Marktatmosphäre bei.

Von Ernst Inauen

Neben lokalen Ausstellern zeigten auch einige auswärtige Anbieterinnen ihre Erzeugnisse. Der bunte Mix mit Kunsthandwerk aus verschiedenen Materialien, Schafwollprodukten, Schmuck, Geschenkartikel, Woll- und Stoffwaren verlockten ebenso zum Einkaufen wie das reichhaltige Angebot des Dorfbäckers, der Bäuerinnen und anderen Anbietern, die mit Esswaren und Süssigkeiten verführten. Wenn auch nicht an allen Ständen das grosse Geschäft gemacht wurde, waren die mehrheitlich aus der Region stammenden Marktfahrenden doch sehr zufrieden. Zu einer schönen Chilbistimmung trug auch das Drehorgel-Paar Barbara und Markus Bürgler aus Thalwil bei. In der Festwirtschaft der Brass Band Zuckenriet hatten die Helferinnen und Helfer vor allem um die Mittagszeit alle Hände voll zu tun. Um den Personalaufwand für die Bedienung zu reduzieren, war Selbstbedienung angesagt. Das kulinarische Angebot beschränkte sich auf das traditionelle Steinpilzrisotto, feine Grillwürste und eine Auswahl an Getränken.

An mehreren Ständen stellten Marktfahrerinnen Handpuppen und Strickwaren aus. Bild: Ernst Inauen
Wie jedes Jahr sind auch die frisch gerösteten Mandeln ein Hit. Bild: Ernst Inauen
Eine attraktive Auswahl an Gestecken und Kleingeschenken. Bild: Ernst Inauen
Markus und Barbara Bürgler trugen mit ihrem Drehorgelspiel für Chilbistimmung. Bild: Ernst Inauen
Die Festwirtschaft der Brass Band sorgte für Verpflegungsmöglichkeiten. Bild: Ernst Inauen

Hochbetrieb am Mittag

Mitglieder des OK trafen am Freitagabend die ersten Vorbereitungen und stellten die Marktstände auf. Als am Samstagmorgen die ausstellenden Marktfahrenden ihre Plätze einrichteten, zeigte sich Marktleiter Peter Hengartner trotz angekündigter Regenfälle zuversichtlich: „Die Prognosen für heute sind zwar nicht verheissungsvoll, wir freuen uns dennoch auf einen tollen Herbstmarkt, viele Besucher sowie auf einen erfolgreichen Ablauf unseres kleinen, aber feinen Anlasses“. Bereits ab acht Uhr trafen die ersten Aussteller ein und wurden von den Gastgebern mit Kaffee und einem Gipfel willkommen geheissen. Das Organisationsteam und viele Helferinnen und Helfer aus dem Dorf unterstützten  die Marktfahrenden beim Einrichten ihrer Stände, was sehr gut ankam. „Eine solch freundliche Betreuung gibt es an keinem anderen Markt. Hier schätzt man vor allem auch die Vielseitigkeit und Qualität der angebotenen Produkte“, meinte eine erfahrene Marktfahrende, Dies wurde auch von vielen Besuchenden bestätigt. Während am frühen Vormittag der Betrieb nur zögerlich anlief, waren um die Mittagszeit die zahlreichen Festtische und Bänke sehr gut besetzt. Unter dem gedeckten Eingangsbereich und im Schulhaus konnte trotz zeitweiligem Regen die Geselligkeit gepflegt werden.

Solidarische Zusammenarbeit

Der Herbstmarkt Zuckenriet entwickelte sich einmal mehr zu einem gemütlichen Dorffest, bei dem sich die Dorfbevölkerung und auch viele auswärtige Gäste begegneten. Auch Gemeindepräsident Peter Zuberbühler, Niederhelfenschwil besuchte den traditionellen Dorfmarkt. Nach dem Anlass zeigte sich Marktchef Peter Hengartner zufrieden und lobte das ganze Team. „Ich freue mich sehr, dass neben dem motivierten OK auch viele Mitbürgerinnen und Mitbürger, darunter auch Neuzugezogene, zum Erfolg beigetragen haben. Das fördert das den angestrebten Zusammenhang der Bevölkerung“, sagte er. Von Seiten der Ausstellenden wurde ebenfalls viel Lob und Anerkennung ausgesprochen. Für sie sei es wichtiger, sich präsentieren zu können und ihre Erzeugnisse bekannt zu machen als einen grossen Profit zu erzielen. In der Aula des Primarschulhauses sorgten die Ludothek und die Kimapa für die spielerische Unterhaltung der Kleinkinder.

Die Ludothek und Kimapa organisierten in der Aula Kinderspiele. Bild: Ernst Inauen

Niederhelfenschwiler Beeriapfel präsentiert

Am Herbstmarkt präsentierte Fructus, die Vereinigung zur Förderung alter Obstsorten, ein ganzes Sortiment alter Äpfel vor, darunter auch den Niederhelfenschwiler Beeriapfel, der  zur Schweizer Obstsorte des Jahres 2022 gekürt wurde. In Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat, vertreten durch Gemeinderätin Johanna Burri, stellten zwei Fachfrauen von Fructus in einem aufschlussreichen Vortrag die Entwicklung und Geschichte des prämierten Apfels vor, der als äusserst robuste Sorte gilt. Der saftige Beeriapfel ist bereits seit 200 Jahren bekannt, wie alte Dokumente des einheimischen Landwirts Hans Moser zeigen. Es ist ein ausgezeichneter, süsser Mostapfel mit regionaler Bekanntheit, der auch zum Frischverzehr geeignet ist. Im Rahmen des Promotionsprojektes wurde 2020 erstmals ein sortenreiner Beeriapfel-Süssmost produziert und auf den lokalen Markt in den drei Dorfläden gebracht. In den letzten Jahren pflanzten Bauern rund 100 neue Bäume.  

Die Vereinigung Fructus präsentierte alte Obstsorten. Bild: Ernst Inauen
Gemeiderätin Johanna Burri begrüsste zum Vortrag über Niederhelfenschwiler Beeriäpfel. Bild: Ernst Inauen
Ernst Inauen