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Leserbrief
Stadt Wil SG
11.11.2020

"Zu den Wahlen in den Wiler Stadtrat"

In einem Leserbrief nimmt Erwin Freitag Stellung zum zweiten Wahlgang für den Wiler Stadtrat und für das Stadtpräsidium.

Nun die Tatsache, dass im ersten Umgang keiner der bisherigen Stadträte gewählt wurde, hat kaum jemanden überrascht. Wenn man die „weitsichtigen“ Entscheide der letzten vier oder gar acht Jahre berücksichtigt. Eigentlich befasse ich mich nur mit den von aussen sichtbaren Auswirkungen. Anfangen müsste man da mit der Turnhallen- und Saalbenützung, also auch mit der Neuorganisation der „Abwartstellen“. Früher hatte man es beim Organisieren eines Anlasses einfach. Ein Abwart war zuständig! Heute muss man sich sicher mit zwei, meistens jedoch mit drei Personen abstimmen (1. Saal, 2. Technik, 3. Aussenbereich).
Dann kommen wir zur Verlegung der Tourist Info vom idealen Standort hin zum versteckten Büro in der Altstadt. Was hat die Studie der Techn. Hochschule Chur gekostet? Übrigens ist die Tourist Info in Chur am Bahnhof. Warum steht auch das Büro im Stadtsaal immer noch leer (Miete?). Apropos Stadtsaal, was hat die Atrium-Studie gekostet und was die Kriegsbemalung? Immerhin hat man eine Art „Atrium“ aufgemalt. Was haben auch die Gutachten für die Bemalung des Rathauses gekostet, von altrosa in weiss?
Wie steht es mit den Buslinien. Erst wurden die Busse ausgebremst indem fast alle Strecken auf 30 km/h gesetzt und mit Hindernissen zur Verkehrsberuhigung versehen wurden. Danach wurde die schönste, gedeckte Haltestelle am Bleicheplatz aufgehoben und fast abgebrochen (Ruine steht ja noch) und an die verkehrsreiche Bronschhoferstrasse vor den Schwanenkreisel verlegt. Was hat es gebracht, ausser ...? Und nun folgt noch die nächste Aufhebung einer gedeckten, gut besuchten Haltestelle (Sonnenberg), da ja die Linie 1 ab Dezember 2020 neu geführt werden soll und zwar via Konstanzerstrasse – Ulrich Röschstrasse – Bienenstrasse - Neulanden und dann mit einer Ehrenrunde Neulanden – Ulrich Röschstrasse zurück in die Konstanzerstrasse! Grandiose Idee! Pro Stunde 8 Mal an den Wohnhäusern, am Einzugsgebiet Kindergarten etc. vorbei. Dazu braucht es meines Erachtens neu an 5 Haltestellen beidseitige Stopps oder auf welcher Seite steigt man ein oder aus! Zudem ist die Einhaltung des Fahrplans im 15 Minuten-Takt bei 30 km/h kaum möglich. Wirklich weitsichtige Planung! Diesbezüglich wäre ja auch noch die Bahnhofsplanung näher unter die Lupe zu nehmen. Aber eben. Alles geht nicht.
In letzter Zeit sind einige Leserbriefe veröffentlicht worden, welche alle Probleme (z.B. Essensbelieferung, Tagesstrukturen etc.) in der Schule Frau Jutta Röösli anlasten. Ich finde das äusserst unfair. Alle diese Stellungnahmen riechen stark nach persönlicher Rache. Es ist ja kaum damit zu rechnen, dass Frau Röösli alle Entscheidungen allein fällen kann oder konnte. Und dann kommen jetzt noch Leserbriefe von Mohn für Mohn. Von Mohn-Engeler mit Spitzfindigkeiten (Präsidentin ist keine Vorgesetzte?) gegen ehemalige verdiente Politikerin mit einem Seitenhieb auf einen aktiven, ihr scheinbar nicht genehmen Parlamentarier. Warum erfolgen die Angriffe gegen Röösli erst vor dem 2. Wahlgang. Es war doch fair die Aufsichtsbeschwerde nicht vor dem ersten Wahlgang bekanntzugeben! Wer kam damit an die Öffentlichkeit?
Im Hin und Her der Kathipolitik war doch meistens die Stadtpräsidentin am Drücker und bei vielen anderen Themen sicher auch. Zudem wurden ja den beiden, meines Erachtens arbeitsintensivsten Departementen (Bildung und Sport von Frau Röösli sowie Bau, Umwelt und Verkehr von Herrn Stutz) die Pensen gekürzt. Warum auch immer.
Wechseln wir noch zum Sozialen. Herr Räbsamen schreibt pro Sulzer, also kann/muss Herr Sulzer zu den ungeheuerlichen Äusserungen von Räbsamen betr. Polizei keine Stellung beziehen! Oder haben Sie etwas gehört oder gelesen. Ist das Führungsstärke? Wäre das ein Stadtpräsident? Wohl kaum!
Die TBW wird ja gut geführt und daher sollte das auch keine grosse Belastung für den Stadtrat bedeuten. Dann wäre da noch die Begrünung der oberen Bahnhofstrasse, welche trotz gesprochenem Kredit nicht an die Hand genommen wurde.
Auch hätte ich schon lange gerne gewusst, warum so viele erfahrene Angestellte, sprich Beamte, gekündigt haben. Neue Herausforderungen oder Probleme in der Führung oder im Team?
Also kurz! Wählen Sie zwei neue Köpfe in den Stadtrat und die beiden mit den gekürzten Pensen sowie Hans Mäder als Stadtpräsident.
Gute Gesundheit, kommen Sie gut durch die Corona-Zeit!

Erwin Freitag, Ulrich Röschstrasse 4, Wil