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Leserbrief
Bildung
16.11.2020
29.11.2020 11:30 Uhr

"Nathanael Trüb in den Schulrat"

In einem Leserbrief nimmt Erwin Böhi Stellung zum zweiten Wahlgang für den Wiler Schulrat.

Der Wiler Schulrat hat sich in letzter Zeit hauptsächlich durch Streitigkeiten bemerkbar gemacht, über die man als Aussenstehender nur den Kopf schütteln kann. Dabei gäbe es mehr als genug zu tun im strategischen Schulbereich, für welchen der Schulrat verantwortlich ist. Dazu gehört die Frage der Durchmischung in den städtischen Schulen, die  laufend kleiner wird. Der Anteil der fremdsprachigen Schülerinnen und Schüler in Wil beträgt mittlerweile 52 Prozent. Der Anteil derjenigen, die weder katholisch noch evangelisch sind ist von 46 Prozent im Jahr 2016 auf ebenfalls 52 Prozent gestiegen. Dies sind Durchschnitsszahlen, denn in den Kindergärten des Lindenhofquartiers ist dieser Anteil noch bedeutend höher.

Auffällig sind die extremen Unterschiede zwischen den Wiler Schulhäusern, wo der Anteil der Fremdsprachigen gemäss Angaben der Stadt zwischen 15 und 80 Prozent liegt. Warum der Schulrat sich dieser Thematik nicht wirklich annimmt ist unverständlich, denn diese Entwicklung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Integrationsfähigkeit der Volksschule und die Schulqualität. Die Frage der Durchmischung wäre somit ein wichtiges strategisches Thema; mehr als Lippenbekenntnisse dazu hört man von Schulrat allerdings nicht. Es ist also auch höchste Zeit für eine Erneuerung des Schulrats und wir haben die Chance, anlässlich des zweiten Wahlgangs vom 29. November dazu beizutragen.

Nathanel Trüb bringt alle Voraussetzungen mit, um sich konstruktiv im neuen Schulrat einzubringen. Als ausgebildeter Primarschullehrer und Medienpädagoge, teamfähig und mit klarer politischer Haltung würde er den frischen Wind in den Schulrat bringen, den dieser dringend benötigt. Darum gebe ich ihm meine Stimme.

Erwin Böhi, Thuraustrasse 8, Wil