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Leserbrief
Stadt Wil SG
11.12.2020

"Der Wahlkampf ist zu Ende!"

Claudio Altwegg nimmt in einem Leserbrief Stellung zur erfolgten Konstituierung des neuen Wiler Stadtrats.

Der neugewählte Stadtrat hat sich in seiner ersten Sitzung konstituiert, die Departemente und die damit verbundenen Aufgaben sind verteilt. Die Verteilung vermag, insofern zu überraschen, dass sie nicht so erfolgte, wie es sich einzelne Partei- oder Medienvertreter wohl vorgestellt oder gewünscht haben. Diese Verwunderung erscheint zunächst nachvollziehbar, doch sei an dieser Stelle auch erwähnt, dass die Verteilung der Departemente weder in der Verantwortung der Parteien noch der Öffentlichkeit liegt. Die gewählten Mandatsträger entscheiden gemeinsam, als kollegiales Gremium und unter Ausschluss der Öffentlichkeit über die künftige Aufgabenverteilung im Stadtrat. So will es die Gemeindeordnung. Insofern ist es auch die Aufgabe der Parteien im Hinblick auf die Konstituierung, Kandidierende zu portieren, die sich in der Lage sehen, grundsätzlich jedes Departement zu führen. So gesehen, erscheint die Empörung einzelner Personen doch ziemlich deplatziert.

Nachdem die Vertreter des ehemaligen Stadtrats in der vergangenen Legislatur viel Kritik einstecken mussten und die Folgen dieser Kritik auch im Wahlergebnis deutlich erkennbar waren, zeigten sich verschiedene politische Vertreter hoch erfreut über die Veränderung und die damit verbundene Chance. Doch keine zwei Wochen später verstummt diese Euphorie bereits und weicht der Kritik an der ersten Entscheidung des neuen Stadtrats. Diese Reaktion ist nicht, was ich als faire Chance bezeichnen würde.

Als Partei des Fortschritts, sieht natürlich auch die FDP eine Chance in der anstehenden Neuerung im Stadtrat. Doch anstatt unangebrachte Kritik zu üben, gilt es dem neuen Gremium jetzt den Rücken zu stärken und das nötige Vertrauen auszusprechen. Die Wahlbevölkerung hat den neuen Mitgliedern des Stadtrats am Wahltag dieses Vertrauen entgegengebracht und die Ratsmitglieder haben wiederum mit einer gemeinsamen Entscheidung der Aufgabenverteilung aufgezeigt, in welcher Formation sie dieses Vertrauen rechtfertigen wollen. Lassen wir sie also mit der Arbeit beginnen.

Die Parteien und Stadtparlamentarier sollten jetzt nachziehen und Ihre volle Energie wieder dem Fortschritt unserer Stadt widmen. Die FDP nimmt den Konstituierungsentscheid der neuen Regierung zur Kenntnis und ist überzeugt, dass dieser verantwortungsbewusst und im Interesse der Stadt Wil zu Stande kam. Nun sollen Taten folgen. Die FDP wird im Stadtrat und im Stadtparlament gewohnt konstruktiv an diesen Taten mitarbeiten und erwartet das auch von allen anderen Mandatsträgern, unabhängig der Departemente und der Parteizugehörigkeit.

Claudio Altwegg, Präsident FDP.Die Liberalen, Stadt Wil