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Stadt Wil SG
25.08.2021
25.08.2021 10:30 Uhr

Netzergänzung Nord - viele Vorteile, auch Skepsis

Jeweils für eine Viertelstunde wurden die rotierenden Gruppen informiert und erhielten kurz Zeit, um Fragen zu stellen. Bild: jg
Das Interesse war gross. 135 Personen nahmen am Themenabend "Netzergänzung Nord" vom 24. August 2021 im Ebnet-Saal in Bronschhofen teil, zu welchem der Quartierverein Bronschhofen eingeladen hatte. Ziele und Pläne wurden dargestellt und die Gründe für den gewählten Lösungsweg erläutert. Vieles wurde klarer und nachvollziehbar, die Skepsis bei Anwohnern der geplanten Strasse blieb aber spürbar. Insbesondere die Länge des tunnelierten Streckenteils muss noch auf die Bedürfnisse angepasst werden.

An diesem Abend informierten Vertreterinnen und Vertreter des Kantons St.Gallen, der Stadt Wil und der Regio Wil über die Netzergänzung Nord. Diese soll künftig Bronschhofen, die Standortentwicklung WILWEST und den neuen Autobahnanschluss Wil West verbinden und so die Bronschhoferstrasse und das Zentrum von Wil vom Durchgangsverkehr entlasten. 
Das Thema gibt in Bronschhofen viel zu reden. Quartiervereinspräsident Kurt Hollenstein: "Die grosse Anzahl Teilnehmende zeigte deutlich, dass der Informations- und Diskussionbedarf sehr gross ist."

Die Begrüssung und Einleitung erfolgte durch Kurt Hollenstein (Präsident Quartierverein Bronschhofen), Hans Mäder (Stadtpräsident Wil) und Marcel John (Leiter Tiefbauamt des Kantons St.Gallen). Bild: jg
Die Bestvariante, welche im Detail ausgearbeitet wird. Bild: WILWEST

Im ersten Teil der Veranstaltung begrüsste Kurt Hollenstein die Teilnehmenden und die Referenten. Stadtpräsident Hans Mäder gab einen Überblick über das Generationenprojekt und betonte die Wichtigkeit der Netzergänzung Nord für das Gesamtprojekt "Wil Vivendo". Marcel John, Leiter des Tiefbauamts des Kantons St.Gallen, stellte das Projekt in den Gesamtzusammenhang mit weiteren Projekten im Kanton und wies darauf hin, dass die Bedürfnisse des Individualverkehrs, des Öffentlichen Verkehrs, des Veloverkehrs und der Fussgänger ebenso zu Zielkonflikten führen wie die Ansprüche der Anwohnenden. Es sei ein Abwägen nötig und Kompromisse könnten nicht vermieden werden.

Im zweiten Teil wurden die Teilnehmenden an fünf Info-Posten von Experten über die Themenbereiche "Entlastung Zentrum Wil", "Streckenführung Netzergänzung Nord", "Ökologische Aspekte", "Zusammenhang mit WILWEST" und "Zeitplan der Umsetzung". Nach der Einführung gab es jeweils die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Mit einer Viertelstunde pro Posten war die Zeit eher knapp bemessen, aber man wollte die Diskussionen nicht ausufern lassen. Fragen, die offen blieben, wurden zur Nachbearbeitung schriftlich festgehalten.

Von der Mehrheit der Teilnehmenden, darunter auch zahlreiche Mitglieder des Stadtparlaments, war am Ende des Anlasses bzw. beim Apéro ein positives Echo zu hören. Vereinzelt waren aber auch Ablehnung und Skepsis im Grundsatz und zu einzelnen Teilen der geplanten Streckenführung zu hören, insbesondere von Direktbetroffenen.

Peter Guler, Gesamtprojektleiter WILWEST, informierte über die Chancen, die Bedeutung und die geplante Ausgestaltung des Leuchtturmprojekts. Bild: jg
Auch eine ganze Reihe von ökologischen und landwirtschaftlichen Aspekten müssen berücksichtigt werden. Bild: jg
Marcel Frei, Leiter Tiefbauamt der Stadt Wil, informierte über das Konzept für die Entlastung des Zentrums Wil zur Verhinderung eines Verkehrskollapses. Bild: jg
Ruedi Vögeli, Projektleiter Grossbauten beim Baudepartement des St.Gallen, gab Informationen zu den sieben geprüften Varianten der Streckenführung und zur nun im Detail zu planenden Bestvariante. Bild: jg
Stadträtin Ursula Egli informierte über die zeitlichen Abläufe in drei Dimensionen. Neben der technischen Planung (was wird wo wie gebaut) erläuterte sie auch den politischen Prozess (Parlament, Volksabstimmung) und die notwendigen Verfahren (Umzonungen, Baubewilligungen etc.). Bild: jg
Die aufgetauchten offenen Fragen wurden zur Nachbearbeitung notiert. Bild: jg
jg